Wie wird man eigentlich, wer man ist? Adesse singt ein Lied davon. Und er singt es mit derart viel Seele und Hingabe, dass die ganz Großen auf ihn aufmerksam geworden sind. Aber es hätte auch anders kommen können. Denn, nachdem Adesse 1987 in Berlin-Zehlendorf geboren wird, hat er zunächst nicht Musik, sondern Sport im Kopf. Auf dem Bolzplatz kickt er so gut, dass er bald mit der Berliner Auswahl spielt. »Wir waren ein ziemlich musikalisches...
Ensemble«, sagt er und schmunzelt. »Ein paar Jungs konnten gut singen, ein paar haben die Beats gebastelt.« Nach dem Training geht es allerdings immer öfter ins Kinderzimmer-Studio, wo Adesse gemeinsam mit den Jungs Musik macht.
Singen, Fußball, Schule – er muss sich entscheiden. Als ein Bundesligist ihn unter Vertrag nehmen will, lehnt er ab. »Natürlich hatte ich davon geträumt, Profi zu werden. Aber irgendwie hat die Liebe gefehlt.« Die Liebe zur Musik allerdings wächst und zahlt sich aus. Als Adesse mit der »Elektrisch«-EP 2014 sein erstes musikalisches Lebenszeichen veröffentlicht, findet sich darauf ein Feature mit Sido und der Rapper wird sein Mentor. Wenig später nimmt Sido Adesse als ersten Künstler seines neu gegründeten Labels Goldzweig unter Vertrag. Bewusst keinen Rapper. Einen Sänger. Einen Popstar, dessen Karriere mit der Begleitung von Sidos »Liebe«–Tour im November und Dezember 2015 beginnt.
Adesses Debütalbum, das im Frühjahr 2016 erscheint, heißt »Fechnerstraße«, die erste offizielle Single „Ich bleibe“ wird im Januar veröffentlicht. Parallel zu den Dates mit Sido erscheint jetzt schon vorab Adesses Track „Anruf 333“ – eine faszinierend persönliche Song-Visitenkarte, die man eigentlich nur aufmerksam zu hören braucht, um sich diese schriftliche Vorstellung beinahe sparen zu können ...
Quelle: SMD / Four Music


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