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Eventbericht: Von Werwölfen und Werdackeln - EAV live in BerlinRadio VHR sagt DANKE an Daniela Herbig! Am 12.02.2015 gab es nach etwas über zwei Jahren im Berliner Tempodrom ein Wiedersehen mit...

der österreichischen Band EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung). Nur knapp 14 Tage vorher war das neue Album "Werwolf-Attacke" (Monsterball ist überall) erschienen. Viel Zeit hatten die Fans also nicht die neuen Songs auswendig zu lernen und gekonnt "mitzuheulen". Ja, denn mitheulen war erwünscht. Die Bühnenkulisse beeindruckte u.a. mit zwei grünen Werwölfen links und rechts und ließ nur erahnen, wieviel mühevolle Arbeit in diesem Programm stecken mußte. Nachdem um Punkt 20 Uhr alle Besucher ihren Platz eingenommen hatten, das Licht erlosch, und es dunkel wurde unter der Kuppel, war es an der Zeit die "Wolfs-Ohren" senkrecht zu stellen und sich in Lauerstellung zu begeben.

Ein zweieinhalbstündiges Marathon-Programm nahm seinen Anfang. Nach fünfjähriger Konzertpause war auch Mastermind Thomas Spitzer wieder mit von der Partie. Desweiteren hatte die EAV "Nachwuchs" bekommen: Einen neuen Drummer (Aaron Thier) und einen neuen Bassisten (Alvis Reid). Der erste Beifall setzte ein als Sänger und Frontmann Klaus Eberhartinger die Bühne betrat. Der Opener "Werwolf-Attacke" ließ bereits erahnen: Hier gibt es keine Schonkost, sondern ordentlich was auf und um die Ohren. Wer sich eine Karte gekauft hatte, nur um die großen Hits zu hören, war bei diesem Konzert gänzlich fehl am Platz. Einige Zuschauer quittierten das zwischendurch mit lautstarken Unterhaltungen mit dem Sitznachbarn. Auf der Bühne ließ man sich davon nicht beeindrucken. Mit einem satten Sound, einer phänomenalen, auf den Punkt genau gesetzten Lichtshow, intelligenten und tiefgründigen Texten ("...Politik geht mich nichts an, dafür bin ich taub und blind, solang' ich zum Kühlschrank find...") ließ die EAV nicht den geringsten Zweifel daran, daß sie es ernst meinen. Bissiger als je zuvor. Doch immer gepaart mit einer gehörigen Portion Humor. Klaus Eberhartinger tänzelte leichtfüßig über die Bühne, moderierte zwischen den Songs professionell und pointiert. Traurig und bedrückend wurde es bei dem Song "Unscheinbarer Bua", der die Geschichte eines Jungen erzählt, der zu einem Amokläufer wird. Thomas Spitzer sitzt dazu singend, mit einem weißen Kittel bekleidet, in einem engen Käfig.

Ein zusätzliches Highlight der Show war die große LED-Video-Leinwand, die viele Songs mit tollen Comix, gezeichnet von Thomas Spitzer, untermalte und eine einzigartige Atmosphäre erzeugte. Selbstverständlich wurden auch ein paar der großen EAV-Klassiker wie "Märchenprinz" oder "Heiße Nächte (in Palermo)" gespielt. Spätestens jetzt mutierte so mancher "Werdackel", wie Klaus Eberhartinger ein paar Fans zwinkernd wegen ihres eher mittelmäßigem "Wolfsgeheule" nannte, zu einem "echten" Werwolf. "Was ist los, was ist los - schaut denn keiner auf die Uhr...?", lautet eine Textzeile der EAV. Die Zeit verging wie im Flug. Alle Uhren schienen in Vergessenheit geraten zu sein. Übrig blieb ein gelungener Abend mit einem verzauberten Lächeln auf den Lippen und einem nachdenklichen Gefühl über den Zustand unserer Welt!

Quelle: Daniela Herbig