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Norman Langen - Wunderbar (DAS Album ab dem 06.03.2015)„Du machst das jetzt schon über zehn Jahre, wenn du jetzt nicht nach vorne gehst, wann dann? Du kannst das!“ Wenn man einen solchen Rat von keinem Geringeren als Dieter Bohlen bekommt, dann fällt es auch nicht schwer, diesen anzunehmen. Wer weiß, wo Norman Langen nach seinem siebten Platz in der achten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ gelandet wäre, hätte er diesen gut gemeinten Karrieretipp ignoriert?

Dann würde er jetzt nicht mit seinem dritten Album „Wunderbar“, dem ersten Release beim Sony-Label Ariola, vor dem nächsten Schritt seiner außergewöhnlichen Laufbahn stehen. Hätte er weiter als Schweißer gearbeitet? Wohl eher nicht. Denn nach seiner Umschulung als Betreuer für Demenzkranke im sozialtherapeutischen Dienst und als Sterbebegleiter hatte er schon seine Erfüllung gefunden. Aber da schlummerte ja immer noch die Liebe zur Musik.

Schon als kleiner Steppke von fünf Jahren entdeckt er seine Passion. Sein Onkel, selbst ein Berufsmusiker, fördert ihn. Er bekommt erst eine Kindergitarre und einen Mikrofonständer, dann ein Keyboard, später mit 13 Jahren auch Unterricht in der Musikschule. Er steigt in eine Schülerband ein, „aber ich habe nach zwei Jahren schon früh gemerkt, dass ich mit meiner Stimme besser umgehen kann als mit meinen Fingern“, lacht der bald 30jährige Sänger.

Die Bühne wird sein Zuhause und viele Talentwettbewerbe folgen. Im Jahr 2000 steigt Norman als Backgroundsänger bei einem Bandprojekt ein, nach kurzer Zeit steht er beim Nachfolge-Projekt schon als Frontmann ganz vorne im Rampenlicht, es folgen Auftritte im Vorprogramm von Rednecks oder Jeanette Biedermann. „Wenn ich nicht in der Schule war, traten wir an jedem Wochenende auf. Dabei habe ich alles gelernt, was ich heute auch mache.“ Eine lupenreine Ochsentour, die er heute nicht missen möchte. Gleichzeitig absolviert er eine klassische Gesangsausbildung am Aachener Theater, beruflich geht es hin und her, Aushilfsjobs als Küchenhilfe, Umzugshelfer, Telekom-Mitarbeiter und Kellner wechseln sich ab, bevor er in einer Zeitarbeitsfirma eine Ausbildung zum Schweißer absolviert.

Als er dann endlich durch die Mutter seine Bestimmung als Betreuer für Demenzkranke und später als Sterbebegleiter findet, kommt ihm seine Musikaffinität zugute. „Gerade mit Instrumenten und Gesang erreicht man bei Alzheimer-Patienten sehr viel. Es war eine sehr interessante, aber auch harte Zeit, vor allem hinterher in der Sterbebegleitung.“ Die Musik hilft ihm bei der Verarbeitung, damit habe er sich seine Psyche mehrmals gerettet, zieht er Bilanz.

2009 stellt er sich auf eigene Füße und singt auf Stadtfesten und anderen Gelegenheiten Coversongs, meist auf Englisch. „Als ich dann irgendwann ein paar deutsche Schlager eingebaut habe, schlug die Stimmung sofort um“, erinnert sich Langen. „Die Leute wollten keine unbekannten R&B-Songs hören, sondern etwas, das sie kennen.“ Auch als er sich im selben Jahr „ganz spontan“ bei „Deutschland sucht den Superstar“ anmeldet, entdecken die Verantwortlichen sofort, dass Langen mit seinem Aussehen und seiner Präsenz für Schlager prädestiniert ist. Er erreicht die letzte Runde und belegt am Ende schließlich den siebten Platz. Auch von diesen Erfahrungen zehrt er heute noch. Und im Gegensatz zu vielen anderen Teilnehmern funktioniert „DSDS“ für ihn wunderbar als Sprungbrett: Sein Debütalbum „Pures Gold“ mit größtenteils Neuinterpretationen bekannter Hits erreicht 2011 in Deutschland einen sensationellen elften Platz. Langen wird als Vertreter des neuen deutschen Schlagers gefeiert, es folgen diverse Auszeichnungen als bester Newcomer. Das zweite Album „100 % Norman“ steigt 2013 auf Platz 43 ein, Langen etabliert sich in der Szene.

Mit dem nächsten logischen Schritt stellt er alle Weichen auf Erfolg: Er wechselt zur Ariola und kann Matthias Reim als Produzenten gewinnen. „Matthias habe ich vorher schon auf diversen Veranstaltungen getroffen und wir haben uns gut verstanden.“ Als dann der Anruf kommt und Reim ihm das Angebot macht, ihn zu produzieren, ist er trotzdem erst einmal baff. „Das war natürlich ein Ritterschlag für mich.“

Seit Mitte des Jahres 2014 arbeiten die beiden in Reims gemütlichem Studio am Bodensee an den neuen Songs, die Marschrichtung ist klar: „Natürlich habe ich junge Fans, aber ich möchte neue, auch ältere, gewinnen, indem ich etwas Neues ausprobiere.“ Die aktuellen Stücke sind durch die Bank tanzbar, die Themen liegen auf der Hand. „Die Texte handeln durchweg von Erfahrungen, die jeder schon einmal gemacht hat und ich hoffe, dass sich jeder, der sie hört, damit identifizieren kann“, beschreibt Langen das Konzept. Eine Art Tagebuch des Lebens, mit dem Schwerpunkt auf den zwischenmenschlichen Beziehungen, von denen der Sänger durchaus einiges zu berichten hat.

Der Opener „Au revoir, cherie“ passt zum lebenslustigen Langen, ein klassisches, tanzbares Stück über eine flüchtige Bekanntschaft in Paris, natürlich auch augenzwinkernd zu verstehen. „Unplugged“ funktioniert der Song ebenfalls, Interpret und Produzent sind sich einig: „Das könnte auch der nächste Sommerhit werden“.
Mit seinen Bekenntnissen zu den Irrnissen des Lebens trifft „Herz aus Gold“ genau in dasselbe; eine Geschichte, die man entweder aus eigenen oder fremden Erfahrungen kennt.
„Feueralarm“ hat natürlich nichts mit irgendwelchen Rettungseinsätzen oder brennenden Häusern Marke ´Chicago Fire` zu tun, auch hier umgibt sich Langen mit schönen Metaphern über das Leben zu zweit.
Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt, es sind auch die Tiefpunkte, die interessant sind: Mit „Mach Schluss“ und auch „Himmel hoch jauchzend“ wird die Kehrseite der Medaille beschrieben, auch ein Gefühl, das jedem Zuhörer geläufig sein dürfte.

Akustische Instrumente, gepaart mit elektronischen Sounds ziehen sich wie ein roter Faden durch „Wunderbar“, ein Markenzeichen von Reim, der für einen transparenten, aber auch groovigen Sound steht. „Man kann durchaus hören, dass ich 30 werde“, grinst Langen, „auch wenn das im Vergleich zu anderen natürlich noch nicht so alt ist“. Aber die langjährige Erfahrung ist trotzdem in jedem Song zu hören, der Spagat zwischen traditionellem Schlager und modernen Beats gelingt auf Anhieb. Vor allem in „Burn Out“ spricht Langen die Sprache des 3. Jahrtausends - ein Weg, den er sich nicht scheut zu gehen, weil er seine Authentizität auf keinen Fall aufgeben will. „Ich weiß mittlerweile, wie die Leute vor der Bühne ticken und was sie hören wollen.“
Den Titelsong gibt es deswegen schon seit dem 13. Februar 2015 auf dem Markt, das dazugehörige Video mit seinem Aschenputtel-Thema ist ein weiterer Schritt in Richtung eigener Identität des charismatischen Sängers. „Ein sehr persönlicher Text, bei dem jeder die beschriebene Situation kennt: Man ist verliebt und kann sich ein Leben ohne diejenige nicht mehr vorstellen, auch wenn Freunde vorbeikommen und ernsthaft hinterfragen, wen man sich da geangelt hat.“

Man sieht, „Wunderbar“ ist ein abwechslungsreiches Album, das übrigens in sehr enger Zusammenarbeit zwischen den beiden Protagonisten entstanden ist. „Ich habe sofort gemerkt, dass Matthias Germanistik studiert hat, denn bei einigen Texten hat er direkt interveniert und wir haben sie gleich im Studio verbessert. Der Mann ist nicht umsonst so erfolgreich.“ Eine ernst gemeinte Lobhudelei, die aber auf Gegenseitigkeit beruht, denn nicht nur Dieter Bohlen hält große Stücke auf Langen, auch der gelobte Produzent Matthias Reim ist von dem Projekt Norman Langen begeistert: „Er ist ein großartiger Künstler, mit dem es Spaß macht zusammen zu arbeiten und der sehr professionell ist“, heißt es auf Anfrage vom Bodensee. Aber auch das nimmt der bodenständige Langen ohne abzuheben zur Kenntnis, trotz dieser geballten Komplimente weiß er, dass noch ein weiter Weg vor ihm liegt. Aber zuerst wird der 30. Geburtstag zünftig gefeiert, wie in den letzten vier Jahren zusammen mit den Fans, im Gegensatz zu 2014 allerdings in seiner Heimat. „Was kann es Schöneres geben, als seinen 30. Geburtstag mit der Veröffentlichung des Albums zu verbinden?“

Bohlen hatte also Recht – Norman Langen kann das; was immer „das“ auch sein mag. Wenn damit allerdings gemeint ist, seinen eigenen Weg zu gehen und sich nicht zu verbiegen, um die Fans zu unterhalten, dann ist „das“ durchaus ziemlich viel. Oder eben einfach auch „Wunderbar“.

Norman Langen, Kurzfacts:

Geburtsort:
Würselen-Bardenberg, 7.3.1985

Beruflicher Werdegang:
Klassische Gesangsausbildung am Aachener Theater (2002-2004), Schweißer, Betreuer für Demenzerkrankte im sozialtherapeutischen Dienst, Sterbebegleiter

Musikalischer Werdegang:
Backgroundsänger bei TAMO (2000), The Crew (2001), Mitglied von bexcess/Manhattan (2002-2009)
2011 Teilnahme an der achten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ (Platz 7)
2011 Debüt „Pures Gold“ (Platz 11 der deutschen Charts, 28 in Österreich)
2013 „100 % Norman“ (Platz 43 der deutschen Charts, 68 in Österreich)

Quelle:  Ariola

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