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Nik P. - Sternenregen über Mallorca

Gaby war auf Mallorca. Sie hatte einen Stoß CDs unterm Arm und tingelte von Club zu Club. Das Los der Promoterin war es, den richtigen Leuten die Platten in die Hand zu drücken. Mit der Hoffnung, dass Nik P. in den Clubs auf den Plattentellern landet oder an der >> Stimmungsfront Gigs spielen konnte. Gaby klapperte alle Läden ab. Ein Knochenjob, aber was sie während all der Tage, die sie auf der Insel Nik P. wie Sauerbier anbot, begleitete, das war ein Lied. Ein gewisser Nic hatte eine Single aufgenommen und die entwickelte sich hier auf den Balearen zum Partyknaller. Jeder sang das Lied und Gaby kabelte nach Teufenbach: „Nik, hier spielen sie dein Lied rauf und runter. Es ist hier der große Hit“. Nik verstand nicht. „Sie spielen ´Ein Stern, der deinen Namen trägt`, das ist doch von dir, oder?“ Klar, der Song war im Original von Nik, war mehr als zehn Jahre alt und stammte von der CD „Mit Dir“.

Gaby wurde eindringlicher: „Hör mir zu, alle singen hier dein Lied. Tu was!“ Die Botschaft war angekommen! Im Internet stöberten Klaus und Nik, was denn der Kollege Nic mit dem Lied so zustande gebracht hatte und der Nik aus Kärnten beschloss,es besser zu machen als der Nic mit c. Er war noch nie auf Mallorca und hatte keine Ahnung, was da so abgeht, aber er machte sich schlau. Okay, der Beat musste so und so sein, das Teil musste durchbrettern und darf sich keine Lücke erlauben. Tanzbar. Der Stimmungspegel muss unbedingt erhalten bleiben – nach dem Motto: Wer bremst, verliert. Und so landete der „Stern“ in einer neuen Version auf der CD „Lebenslust und Leidenschaft“.

Auftritt DJ Ötzi alias Gerry Friedle. - Der Manager jenes Mannes, der mit „Hey Baby“ und „Anton aus Tirol“ seine Schunkelschneisen quer durch Europa gezogen hatte und als ungekrönter Party-King galt, meldete sich bei Klaus und offerierte eine Zusammenarbeit. Gerry & Nik im Duett. Die Idee war, den „Stern“ gemeinsam zu singen und aufzunehmen.

Ein Buben-Duett? Nik war nicht sofort von der Idee begeistert. Zwei Typen in einem Lied, das gar nicht als Duett konzipiert war? Aber Klaus erkannte das Potential, das in dieser Paarung steckte und so ließen sich die Beiden auf den Vorschlag ein und ab diesem Moment wurde Musikgeschichte geschrieben. Das Schicksalsalbum „Lebenslust und Leidenschaft“ hat die Weichen in eine komplett neue Richtung gestellt. Die TV-Premiere des „Sterns“ in der Version von DJ Ötzi und Nik riss bei Carmen Nebel die Leute von den Stühlen und so trat im Fernsehen der seltene Moment ein, dass sogar eine Zugabe gegeben wurde. Die Menschen kannten den Song bereits, sie liebten dieses Lied und der Nik aus dem kleinen Holzhaus in der Steiermark, der nicht lange zuvor noch aus einer Sendung geschnitten wurde, erlebte die plötzliche Wucht der Dynamik einer Showkarriere, die dann eintritt, wenn diese von einem Riesenhit befeuert wird.

Der „Stern“ hob ab wie eine Rakete. Zuerst in Österreich, dann in Deutschland. Bei einer Top 20 - Platzierung wäre man sich schon glücklich in den Armen gelegen, aber die 1 war der ganz abnormale Wahnsinn. 13 Wochen auf der 1 in Deutschland, über ein Jahr lang in den Top 10. Nik erhält dafür die unglaubliche Auszeichnung - zehnfach Gold für über eine Million verkaufter Singles, dazu den „Echo“ in der Kategorie „Erfolgreichster Titel international“. „Lebenslust und Leidenschaft“, das Schicksalsalbum, erreicht Platin-Status. „Ein Stern, der Deinen Namen trägt“ wird zum erfolgreichsten Song der vergangenen zehn Jahre.

Die Preise und Auszeichnungen fielen wie im Märchen fast vom Himmel. Beim „Musi Open Air“, dort, wo man Nik im Vorjahr noch aus der Sendung gekickt hatte, stellte man sich mit dem „Edelweiss“ ein, eine Auszeichnung dafür, dass der Mann, der seit so vielen Jahren Musik macht, nun auch zu den erfolgreichen Newcomern gezählt werden darf. Eigentlich, ja eigentlich könnte alles perfekt sein. Der Hit stellte das Leben auf dem Kopf, aber das Leben hat immer zwei Seiten. Wie Tag und Nacht. Wie Plus und Minus.

Der Erfolg, auf den Nik Presnik so lange hin gearbeitet hatte, für den er seine ganze Kraft, Ausdauer und Kreativität eingesetzt hatte, der konnte nicht in diesem Umfang genossen werden, wie es nach außen hin den Anschein hatte. Hinter der lächelnden Fassade des Künstlers, der seinen „Stern“ bei jedem Auftritt einer tobenden Menge vorsang, dem hinterher bei den Autogrammstunden die Menschen auf die Schulter klopften und sich stundenlang anstellten, nur um ein gemeinsames Foto zu ergattern, hinter all diesen Kulissen ging seine Ehe in die Brüche. Es war ein Wechselbad der Gefühle. „Über den Erfolg freuen, das ging einfach nicht“, erzählt er heute darüber, wie es ihm damals ergangen ist. Der wahr gewordene Traum wurde durch das persönliche Ehe- und Scheidungsfiasko komplett überlagert.

Den „Stern“ singen, dabei fröhlich wirken, aber den Kopf voller Probleme haben und die Anwälte auf der Mailbox. Fast hätte es den Mann dabei zerrissen. Die Popularität brachte auch Schattenseiten mit sich. Neue Freunde, die einem plötzlich auf die Schulter klopfen und die vorher keine Notiz nahmen. Menschenmassen, die es unmöglich machten, ganz normal eine öffentliche Toilette aufzusuchen. Der Nik Presnik, der stets ein Mensch war, der auch gerne für sich alleine war, der es liebte nachzudenken oder einfach mit den Gedanken in eine andere Welt abdriften konnte, der war plötzlich zu einem öffentlichen Menschen geworden. Er wusste, alles was er erreicht hatte, das hat er diesem Lied und dem Publikum zu verdanken und daraus entwickelte sich eine Mischung aus Demut und Dienst am Fan. Er wurde nie laut, er wurde nie ungehalten, er hatte und hat stets für jeden ein freundliches Wort über. Zeit für ein Autogramm? Klar, Nik hatte sie.

Der abgehobene Star? Das war er nie und auch heute hört er es immer wieder, dass er sich eigentlich nie verändert hat. Hat er sich auch im Grunde nicht. Er ist nur vorsichtiger geworden. Er hatte lernen müssen, dass seinen Worten nun viel mehr Gewicht beigemessen wurde als dies früher der Fall war. Die Leichtigkeit des Seins wurde zu einem Abtasten, zu einem Hinterfragen. Denn sobald man in das Scheinwerferlicht tritt, setzt eine eigenartige Bewegung ein. Man ist nur noch zum Teil Herr über seine eigenen Worte. Man liest Sätze, die man angeblich gesagt haben soll, aber so nie gesagt hat. Man liest Geschichten über einen, die einfach nicht wahr sind. Ein aufrichtiger Mensch wie Nik, einer, der sich darüber nie Gedanken machen musste, seine Worte bedächtig zu wählen, der stolperte da ziemlich unbedarft in diese Welt. Er war kein Profi im Umgang mit den Medien, nie, er war einfach immer nur der Nik, der Musiker. Aber jetzt auf einmal, so plötzlich galten andere Spielregeln. Es galt, den ohnehin sensiblen privaten Bereich zu schützen, das Karussell, das sich zu drehen begann, weiter am Drehen zu halten, aber dabei höllisch aufzupassen, nicht die Kontrolle zu verlieren.

„Ich war ja nie der Typ, der sein Leben wie ein Magazin aufblättern wollte“, sagt er heute. Diese ungeschriebenen Regeln, die mit Erfolg einhergehen, dieses sehen und gesehen werden, eigentlich sind sie ihm ein Gräuel. Er ist gern bei den Fans, bei den Leuten, die schätzen was er tut, die seine Lieder auswendig kennen, aber V.I.P.-Partys, die müssen nicht sein. Lieber daheim den Garten umgraben oder für einen guten Zweck auf der Bühne stehen. „Ich weiß, wo ich herkomme“, sagt er immer wieder und: „Ich weiß auch, dass es Menschen gibt, denen es noch viel schlechter geht als es mir je gegangen ist und wenn ich da mit einigen Liedern etwas verbessern kann, dann tu ich das gerne“, sagt er und erinnert sich an den ganzen Wirbel, der diese Zeit prägte, nur ungern. „Ich bin diesem Lied unendlich dankbar, es hat mir viel ermöglicht, es hat mir die Freiheit gegeben das zu tun, was ich wirklich tun will“, sagt Nik und unterstreicht damit die eigentliche Bedeutung seines Hits. So ein Lied, das findet man in den wenigsten Musikerleben.

Quelle: Ariola

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