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MDR-Skandal weitet sich ausSuspendierter Unterhaltungschef vergab dubiosen Auftrag für 350 000 Euro; Auch Volksmusik-Patron Hans R. Beierlein ließ sich anpumpen; Jetzt hat der Intendant gesprochen. "Als einziger Ost-Sender stand der MDR vor besonderen Problemen, nicht alle unsere Mitarbeiter sind... sofort im neuen System angekommen." So hat es Udo Reiter der "Bild"-Zeitung gesagt. Damit versuchte der MDR-Chef den Skandal um seinen Ex-Unterhaltungschef Udo Foht zu erklären. Bei dem seien "alte Loyalitäten" stärker gewesen als "neue Regeln". Als der Intendant sein Interview gab, lag dem Sender nach Informationen von "Welt Kompakt" bereits ein neuer Fall von Fohts dubiosen Transaktionen vor. Dieses Mal geht es um einen 350 000-Euro-Auftrag aus dem Jahr 2008. Der Fall legt den Verdacht nahe, dass es im MDR keinen gab, der sich ernsthaft um die Einhaltung von Regeln kümmerte. Selbst in dieser Größenordnung konnte Foht unbemerkt jonglieren.

Vor einer Woche hat der MDR Foht vom Dienst suspendiert. Seitdem werden fast täglich neue Details öffentlich. Nach Recherchen von "Welt Kompakt" gibt es jetzt auch eine Episode mit prominenter Hauptfigur: Hans Beierlein, Erfinder des "Grand Prix der Volksmusik".

Die Geschichte geht so: Foht entwickelte mit einer Leipziger Produktionsfirma, der Classic Art von Hans-Jürgen Kliebenstein, ein Schlagerformat mit dem Arbeitstitel "Schlag auf Schlager". Foht gibt Kliebenstein auch den Auftrag. Allerdings ohne einen ordentlichen Vertrag und ohne seinen Arbeitgeber zu informieren. Das sei Fohts Methode gewesen, klagen inzwischen gleich mehrere Geschäftspartner. Nur so sei man mit ihm ins Geschäft gekommen. Kliebenstein lässt sich ebenfalls darauf ein. Er produziert die Sendung, Kosten: 350 000 Euro. Irgendwann, an einem Abend im Jahr 2008, bekommt er einen Anruf von Udo Foht. Es gebe Probleme. Der Auftrag könne nicht an Classic Art vergeben werden. Offenbar waren die Kosten zu hoch. Foht wollte sie deshalb über eine andere Firma abwickeln. So erzählt es Kliebenstein "Welt Kompakt": "Foht verlangte, dass ich noch in der Nacht dazu einen Vertrag unterschreiben müsse." Die andere Firma, die Foht ins Spiel bringt, ist die Eventagentur Compact-Systems mit Sitz in Leipzig. Damals gehört sie einem ehemaligen Geschäftspartner Kliebensteins, dem Unternehmer Roland Poser. Der sagt heute: "Ich wollte Kliebenstein helfen, an sein Geld zu kommen." Das Modell: Compact-Systems soll von der Classic Art die Lizenz für die Sendung kaufen. Offenbar hofft Foht, die teure Produktion so ins Programm zu hieven. Als das nicht klappt, bittet er einen alten Bekannten um eine Vorfinanzierung: Hans R. Beierlein. Der überweist nach Informationen von "Welt Kompakt" rund 180 000 Euro an die Compact-Systems.

Foht greift zu einer äußerst dubiosen Konstruktion, eine fragwürdige Finanzierung inbegriffen. Und niemand in seinem Sender scheint etwas zu merken. Im nächsten Schritt kauft er von Compact-Systems die Produktion: Für 180 000 Euro, also gerade einmal etwas mehr als die Hälfte jener 350 000 Euro, die Kliebenstein erwartet hatte. Möglich ist das, weil Foht das Format nicht - wie ursprünglich versprochen - als Auftragsproduktion erwirbt, sondern als Kaufproduktion zum Festpreis.

Für Kliebenstein bedeutet dieses eine Geschäft das Aus. "Daran ist meine Firma zugrundegegangen", sagt er heute. Foht nennt er "einen Lügner, einen Betrüger" und "die größte Enttäuschung meines Lebens." Außer ihm seien Handwerker, Kameraleute und Assistenten auf ihren Ausgaben sitzen geblieben. Foht ist für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Allerdings gibt es drei Männer, die "Welt Kompakt" den Vorgang unabhängig voneinander bestätigen: Kliebenstein, Poser und auch Beierlein.

Wie "Welt Kompakt" erfahren hat, kennt der MDR diesen Vorgang seit dem Wochenende. Beierlein bestätigt, dass er zu dem Vorgang "rund ein Dutzend Blatt Papier" zur Verfügung gestellt habe. So wird der Fall Foht allmählich gefährlich für den Sender und seinen Intendanten.

Quelle: Welt Online (welt.de)

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