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Die Geschichte des Nik P. - Fortsetzung (Prolog 2)Der junge Presnik spielt Luftgitarre und ein Stern hört dabei zu; 2003...war es 2003? Ich nahm die Finger zur Hilfe und zählte insgesamt bis Neun. Auf fast zwei ganze Hände bin ich gekommen. Jedes Jahr ein Finger - Junge, wie die Zeit verging.  >>

Ich weiß es noch, als wenn es gestern gewesen wäre, wie wir da saßen in diesem Tonstudio in Teufenbach, einem kleinen Ort in der Steiermark, und Nik mir aus seinem Leben erzählte. Stundenlang hockten wir da und ich hörte einfach nur zu, schob eine MiniDisc nach der anderen in das Gerät und fand mich von Stunde zu Stunde tiefer im Leben dieses Mannes wieder, der mir gegenüber saß. Zu Hause in Wien angekommen, schrieb ich seine Geschichte und diese Geschichte ging ihren Weg, faszinierte und berührte immer mehr Menschen. „Presnikov, der Kosak, wollte nicht nach Amerika…“ - und weil er nicht nach Amerika wollte und weil er für mich so wirkte, wie in einem dieser Romane, die am Kiosk hängen, wo Schicksale erzählt werden; wo sich ein Autor etwas meist sehr tragisches ausdenkt, das Leben aber dann doch immer noch die allerbesten Geschichten schreibt, haben wir den „Presnikov“ wie ein Groschenheft aussehen lassen. Es erschien uns dafür die geeignete Verpackung, denn die ersten 30 Lebensjahre des Nik Presnik, die passten so gar nicht in ein Hochglanz-Magazin.

2011 saßen Nik und ich wieder zusammen. Wir waren im Jahr des neunten Fingers. In den acht Jahren dazwischen hatten wir viel gemeinsam erlebt, einige Bühnenshows gestemmt, das Fernsehspecial samt DVD mit dem Titel „Ein Stern, der seinen Namen trägt“ gemeinsam erarbeitet, und aus der Bekanntschaft von einst ist eine Art vertrauensvolle Arbeitsfreundschaft zwischen uns entstanden. „Wir müssen die Bio ergänzen“, kam Klaus, der Freund, Produzent und Förderer des Kosakensohns, bereits vor einiger Zeit auf mich zu und auch Sepp Adlmann, der treue und fleißige Promoter von Nik, drängte seit längerem darauf, die Geschichte des Nik P. zu aktualisieren. In seinem unvergleichbaren steirischen Dialekt fragte Sepp immer „waun i amoi dafür Zeit hab, denn es wär scho ziemlich dringend.“ Und nachdem ich, wie erwähnt, meine Finger hergenommen hatte und ganz erstaunt war, wie sich da die Jahre zwischen damals und heute angesammelt hatten, saß ich also wieder im Auto und war unterwegs zu Nik.

Während der Fahrt versuchte ich die Vergangenheit ein wenig zu ordnen, mich an Ereignisse zu erinnern und ja: In den acht, neun Jahren, da ist einiges geschehen. Eigentlich viel-viel mehr als auf 15 kleinen Seiten unterzubringen wäre. Nehmen wir einmal Niks Sohn Niklas: Er war damals gerade auf dem Sprung in unsere Welt, heute geht er bereits zur Schule, und auch Teufenbach ist nicht mehr Niks eigentliche Heimat. Und überhaupt hat sich das Leben des Mannes so ziemlich auf den Kopf gestellt. Stoff für eine Fortsetzung der Russenbua-Geschichte, den gab es zur Genüge. Zudem ist ja 2011 das 30-jährige Bühnenjubiläum angesagt und Jubiläen ergeben immer einen guten Grund für den Blick in den Rückspiegel. So fuhr ich also an einem kalten Januartag durch eine tief verschneite Winterlandschaft von Wien in Richtung Salzburg. Schlängelte mich nach der Autobahnabfahrt über kleine Landstraßen zu jenem Haus, von dem mir Nik schon öfters mit Begeisterung erzählt hatte. Ich wurde von ihm übers Telefon gelotst, denn das Navi hatte keine Ahnung, wo ich eigentlich hin wollte und so sprach es nach jeder Kurve Blödsinn.

Als ich ankam, der Motor in der Wintersonne auskühlte, freute ich mich sehr darauf, Nik wieder zu treffen. Es waren schon gut und gerne anderthalb Jahre vergangen, als wir das TV-Special gedreht hatten. Zwar lief man sich dann doch immer wieder bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten über den Weg, aber da war nie wirklich genug Zeit, um vernünftig zu reden. Diese Zeit, die wollten wir uns jetzt einfach nehmen. In dem freundlichen, hellen Haus herrschte entspannte Ruhe, einzig das Plätschern eines Zimmerbrunnens war zu hören. Es beruhigte und wie ich da so saß, an diesem großem Tisch im Wohnzimmer, und Nik dabei zusah, wie er in der Küche den Kaffee kochte, fiel mir auf, dass ich einen doch auf ganz bestimmte Art veränderten Mann vor mir hatte. „Ich glaube“, sagte ich dann zu ihm, „ich glaube, du hast deinen Hafen gefunden, denn ich kenne dich doch nun schon seit vielen Jahren, aber du wirkst auf mich, na sagen wir mal so, sehr positiv geerdet.“

Nik dachte kurz nach und dann antwortete er: „Dieser Eindruck täuscht dich nicht und so wie du es sagst, so ist es. Ja, ich habe hier meinen Hafen gefunden. Ich war immer ein Reisender, jemand, der sich die meiste Zeit treiben ließ, auch auf eine bestimmte Art entwurzelt war und jetzt bin ich da, wo ich immer hin wollte, in ein richtiges Zuhause. Das Schicksal war gut zu mir und dafür für bin ich sehr dankbar.“ „Hat dir das Leben zu guter Letzt keine Streiche mehr gespielt?“, fragte ich und Nik schmunzelte kurz, meinte dann aber nur: „Es hat mir einen Glückstern geschickt.“

 

Quelle: Ariola

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