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Rainhard Fendrich - Die Liebe bleibt immer ein KindEs gab viele schöne, berührende Momente bei den Benefizkonzerten von RAINHARD FENDRICH gegen Kinderarmut in Salzburg, Graz und Wien. Bei allen drei Konzerten wurde mitgeschnitten, das Ergebnis wird am 18.05.18 auf CD erscheinen, mit dem Titel „FÜR IMMER A WIENER“. Auf diesem Live & Akustisch Album wird es einen bisher unveröffentlichten Song geben – „DIE LIEBE BLEIBT IMMER EIN KIND“ – in einer Studio und einer Live-Version. >>

Die Live-Version wird am 20.04.18 vorab veröffentlicht.

Der Reinerlös aus dem Kartenverkauf der Benefizkonzerte, wie auch der Single- und Album-Verkäufe kommt dem Kampf gegen Kinderarmut zugute. Die Erlöse aus den CD Verkäufen werden neben der Volkshilfe Österreich auch einer deutschen Organisation zugutekommen.

Rainhard Fendrich ist ein wachsamer Zeitgenosse geblieben. Seine Kunst, das Liedschreiben, begreift er als Spiegel der Zeit. Er denkt sich nichts aus, sondern singt über Geschehnisse, die um ihn herum passieren. Den Anspruch, Lösungsvorschläge anzubieten, erhebt er dabei freilich nicht. Die reichlich gesäten Denkanstöße, die in seinen Songs zu finden sind, hält er hingegen für ein probates Mittel, die Zeichen der Zeit zu deuten. Folgerichtig, denn der Mann aus Wien wuchs in einer Musikepoche auf, in der die ganz Großen der Singer-Songwriter-Kunst das Zepter in den Händen hielten: Cat Stevens, Paul Simon, Billy Joel. Deren Ansprüche, unterhaltend Herzen zu erreichen und gleichsam auf Missstände hinzuweisen, gingen dem jungen Fendrich ins Blut über. Natürlich hat er längst seine ureigene Sprache, seine eigene Song-Hofburg gebaut - um im Bilde zu bleiben. Beinahe jedes seiner seit 1980 in schöner Regelmäßigkeit erschienenen Alben wurde in Gold gegossen. Sie enthalten allesamt Aphorismen von bleibendem Unterhaltungs- und Bildungswert, die Fendrich längst ins kollektive, deutschsprachige Musikgedächtnis gemeißelt hat.

Wachsamkeit bedeutet für Rainhard Fendrich auch, beweglich zu bleiben. Und so kam zum Jahreswechsel 2017/2018 alles anders als geplant. Eigentlich wollte er in diesem Mai ein neues Studioalbum veröffentlichen. Aber seine Sichtung von Plakaten, die in der Wiener Innenstadt hingen, warf alle Pläne um. „Auf den Plakaten war ein Kind zu sehen und dazu stand geschrieben: ‚Wenn ich groß bin werde ich arm‘. Ich dachte zuerst, es handele sich um ein Filmplakat oder um die Bekanntmachung eines Theaterstücks. Aber bei näherer Betrachtung stellte ich fest, dass es von der österreichischen Volkshilfe stammt. Die möchte mit diesen Plakaten darauf aufmerksam machen, dass es in Österreich rund 400.000 Kinder gibt, die von Armut bedroht sind“, erinnert sich Fendrich. „Diese Kinder können nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, sie können keine Freunde nachhause einladen. Und ihre Eltern hungern zum Teil, um ihren Kindern Kleidung kaufen zu können, die sie in der Schule nicht verdächtig macht. Das hat mich berührt, weil Österreich weltweit als eins der Länder mit der höchsten Lebensqualität gilt. Dass es in unserem Land, genauso wie in Deutschland, Kinderarmut gibt, die aber gut versteckt wird, finde ich inakzeptabel. Dieses Gefühl hat mich dazu bewogen, etwas dagegen zu unternehmen.“

Gefühlt, artikuliert, getan. Das geplante Studioalbum wurde kurzerhand hintenangestellt. Stattdessen beraumte Rainhard Fendrich drei Konzerte an, am 3. April im Salzburger Congress, am 4. April im Grazer Orpheum und am 5. April im Wiener Museumsquartier. Deren Reinerlöse gehen konsequent zu hundert Prozent aufs Konto der Volkshilfe in Österreich . Es sind Wunschkonzerte, deren Programmabläufe von den unzähligen Fendrich-Fans vorab übers Internet teils mitbestimmt werden konnten. „Für immer a Wiener“, das neue Fendrich-Live-Album enthält Mitschnitte der drei Konzerte, die mit ganz besonderen Arrangements bekannter, lange nicht mehr gespielten und nur ganz selten live erlebten Songs aus Fendrichs beachtlichem Kanon aufwarteten. Es werden keine Abende voller Betroffenheit, die Fendrich und sein ausgewähltes Ensemble auf die Bühnen bringen. Stattdessen wird dem Unterhaltungswert Priorität eingeräumt, in den freilich auch die kritischen Töne einfliessen, für die Fendrich genauso steht wie für ausgesucht schöne Musik, die an die Hand nimmt, mitreißt und in ihrer Feinmotorik unmittelbar das Herz erreicht.

Stromlos ist das Gebot der Stunde auf „Für immer a Wiener“. Kunstvolle Stromlosigkeit, wohlgemerkt. Nur Gitarre und Klavier gab's von ihm schon mal, vor ein paar Jahren. In Clubs. Diesmal sind zwei akustische Gitarren, ein akustischer Bass, Saxophon, Klarinette, Querflöte, Percussion und Akkordeon zu hören - letzteres gespielt von Krzysztof Dobrek, einem der weltbesten Akkordeonisten. „Natürlich ist dabei alles eine Frage des Arrangements“, sagt Fendrich. „In den 80ern arbeitete ich viel mit Synthesizern und Sequenzern. Die Aufgabe bestand darin, meine Songs wieder das sein zu lassen, woraus sie bestehen, nämlich Melodien und Texte. Die mit den zeitlosen Sounds klassisch-akustischer Instrumente wieder- und anderserlebbar zu gestalten, hat mir große Freude bereitet.

Quelle: RJF Musik

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