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Curse - Die Farbe von Wasser (Album am 23.02.2018)Fast 20 Jahre Musikkarriere und sechs Soloalben sind Beweis genug. Curse ist eine feste Größe der deutschen Rap-Geschichte. Eine, die immer schon beides konnte. Realness und Raptechnik, Persönlichkeit und Punchlines, Selbstzweifel und trotzdem Skills am laufenden Meter. Er hat mit Pete Rock und Kool Savas genauso zusammengearbeitet wie mit Marius Müller-Westernhagen und Silbermond – und war dabei immer wegen Hip Hop hier. >>

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Aber Curse ist noch mehr. Sein Podcast »Meditation, Coaching & Life« rangiert seit einem guten Jahr auf den vorderen Plätzen der iTunes-Charts, in Seminaren und TED-Talks spricht der 39-jährige über Meditation, Inspiration und seine Morgenroutine OOOO+X für mehr Präsenz und Klarheit im Leben - und hat die Methode unlängst in seinem gerade im Rowohlt Verlag erschienenen Buch »Stell dir vor, du wachst auf« vorgestellt.

Jetzt, drei Jahre nach dem Top-5-Album »Uns«, wieder eine neue Platte. Sie trägt den Titel »Die Farbe von Wasser« und ist anders, neu, frisch - und gleichzeitig wie ein langersehntes Nachhausekommen.

»Statt ein übergeordnetes Konzept zu verfolgen, habe ich die Filter fallenlassen und geschrieben, was mir am Herzen und auf der Zunge lag. Egal wie intensiv oder banal das auch war. Mein Bauch hat entschieden. Und ich hatte einfach Bock, wieder zu rappen!«, sagt Curse. Doch die Art der Betonung und die Setzung der Silben ist neu, unerwartet - und trotzdem irgendwie gewohnt - genau wie die Themen und der musikalische Ansatz. Woher kommt dieses Gefühl? »In einer Session mit Tua hatten wir die Vision, ein Album zu machen, das sich so anfühlt wie ein Curse-Klassiker, das aber völlig modern und frisch ist. Das Selbe machen wie früher geht eh nicht und ist langweilig - aber mit demselben Spirit Musik zu kreieren... – was passiert, wenn wir das machen?«

Schon oft dienten Reisen Curse zur Inspiration, und so soll 2016 auf einer dreimonatigen Weltreise ein Album mit genau diesem Anspruch entstehen. Eigentlich. Aber stattdessen reift ein ganz anderer Gedanke. »Ich habe während der Reise erst so richtig festgestellt, wie sehr mir Meditation und Coaching in den letzten Jahren in meinem Leben geholfen haben – und wie das auch in den Songwriting-Sessions mit anderen Künstlern immer wieder Thema war«, erinnert sich Curse. »Also habe ich für mich beschlossen, dass ich meine Erfahrungen auch mit dem Rest der Welt teilen möchte.« So entstehen die OOOO+X-Workshops und der »Meditation, Coaching & Life«-Podcast. Im Jahr 2017 spielt er nicht nur Konzerte, sondern hält Vorträge und Keynotes, spricht auf der TEDx-Konferenz und meditiert mit mehreren tausend Menschen bei den »Wanderlust 108«-Festivals.

Musikalisch geht Curse nach der Reise ganz buchstäblich zurück zu den Wurzeln: durch seine alten Mindener Weggefährten Italo Reno & Germany kommt er in Kontakt mit den Hitnapperz. Besser gesagt, »wieder« in Kontakt: Big Toni, schon immer Teil von Curse alter Mindener Clique um Der Klan, ist Breaker und Juror beim »Battle of the Year«, mit dem Sound von Lord Scan aufgewachsen und mittlerweile mit seinem jüngeren Bruder Ricco Beatz als Produzent tätig. Gemeinsam beliefern sie unter anderem Eno, Eko Fresh und B-Tight – doch die Zusammenarbeit mit Curse eröffnet beiden Seiten eine neue Dimension. Curse lädt Gigabytes an Referenzmusik von Active Child bis Björk bei den Jungs ab, aber lässt auch ein paar der alten Beats von Lord Scan da. Wie die Hitnapperz die Referenzen zusammenbringen, sorgt für offene Kinnladen bei Curse und den Beatgees & Claud, mit denen er das Album »Uns« gemeinsam produzierte. Dass sich das Studio der Hitnapperz im Keller des Jugendzentrums befindet, im dem Ende der 90er die HipHop-Jams in Minden stattfanden und in dem Curse im Jahr 2000 seine erste Show der »Feuerwasser«-Tour hatte – das schließt den Kreis nun auch physisch. »An diesem Ort mit den Jungs an dieser Musik zu arbeiten, das hat sich endgültig wie nach Hause kommen angefühlt«.

Zur selben Zeit lernt Curse den multitalentierten Sänger, Produzenten und Musiker .fab kennen, der mit seinem entspannt-ausgefuchsten Sound zwischen Washed Out und J Dilla als Brückenschläger fungiert. Im ständigen Austausch zwischen ihm, den Hitnapperz und den Beatgees entsteht so der Weserwasser-Sound für das Jahr 2018 und darüber hinaus. Ausgecheckte Piano-Loops von Curse’ Pianist Axel Steinbiss (u.a. musikalische Leitung bei MoTrip), harte Drums, drückende Bässe. Reduziert und klar, aber trotzdem mit Bounce. Queensbridge, Kopfnicken, Nas, Premo, ’97. Dann wieder: Feinheiten, Soundwelten, Filter und Schlenker – immer wieder verbunden durch die Stimme von Curse. Die Stimme eines Vollblut Rappers. Eines Typens, dem man zuhört. Punkt.

So kreiert »Die Farbe von Wasser« eindrucksvoll eine Welt, die 20 Jahre Curse-Sound abbildet und zusammenbringt. Die moderne Produktion von »Safe« fließt über in »Goldregen«, das mit (selbstkreiertem!) Soulsample und Scratches von Kool DJ GQ den Sound der Golden Era wieder aufleben lässt. Die Instrumentierung ist voller Querverweise, Stücke gehen aufeinander ein, und auch textliche Ideen und Gedanken werden immer wieder erneut aufgegriffen und über mehrere Lieder hinweg verbunden.

Das beste Beispiel dafür ist das musikalisches Triptychon in der Mitte des Albums, das auf denselben musikalischen Prinzipien basiert und inhaltliche Fortführung betreibt. »Aufgeben« schildet das Gefühl der Resignation, bekommt mit »Stell dir vor (Reprise)«, welches den gleichnamigen Track von »Freiheit« wieder aufleben lässt, ein kraftvolles Gegengewicht und verwandelt sich schließlich in das nie dagewesenen MC-Gipfeltreffen »Manuskript«: die drei Deutschrap-Legenden Curse, Samy Deluxe und Kool Savas untermauern ihren Status Complete-MC-Status mal eben mit Skills und Technik als wäre es nix.

Apropos Legendenstatus: Der von den Stieber Twins getischlerte Beat für »Waffen« rollt und bounct und steht auf dem Album mit gleichwertigem Nachdruck wie »Methadon« (feat. Muso), in dem Curse leichtfüßig und humorvoll eine berauschte Liebesbeziehung schildert. Zu wem (oder was) genau, das bleibt offen und fügt sich somit perfekt in die Grundaussage des Albums ein: die Songs sind das, was der Hörer in ihnen sieht, was sie durch ihn reflektieren.

»Der Name »Die Farbe von Wasser« ist mir bereits vor vielen Jahren begegnet«, erinnert sich Curse. »Musik und Texte haben die Farbe von Wasser: ob ein Song dir gefällt und dich zum Tanzen bringt, hat nicht nur mit dem Song zu tun, sondern viel mehr mit dem, was du darin siehst. Musik hat immer das Gefühl, die Farbe, von dem Menschen, den sie reflektiert.«

So sprechen die Texte auf »Die Farbe von Wasser« vom Erkennen, vom Scheitern, Weitermachen und Neubeginnen. »Wir können so viele Pläne machen, wie wir wollen: Zu glauben, dass das Leben in gelenkten Bahnen verläuft, ist eine Illusion. Es ist ein ständiger Wechsel zwischen Auf und Ab, Ja und Nein, Scheitern und Chancen. Wenn das Leben eines mit Sicherheit ist, dann unbeständig. Alles, was wir tun können, ist unser Bestes geben.«

Mit seiner klaren Art, komplexe Inhalte auf den Punkt zu bringen, widmet sich Curse dieser Erkenntnis auf den 14 Songs von »Die Farbe von Wasser«. Inhaltliche Dichte und pointierte Aussagen harmonieren mit Leichtigkeit und Humor, berührender Selbstreflexion und Nahbarkeit. Und immer wieder klingt es nach: »Hab keine Angst vor dem, was Du bist.«

Quelle: Indie Neue Welt

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