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Truck Stop: Made in Germany (Album am 07.04.2017)Nicht nur auf Produkten wie Autos, Maschinen oder Elektrogeräten prangt es, das Qualitätssiegel „Made in Germany“ – nein, auch deutscher Country allerfeinster Güte trägt dieses Label: Truck Stop! Jetzt bringt die Country-Legende aus Deutschlands Norden eine neue CD heraus und setzt in veränderter Formation ihre einzigartige Erfolgsgeschichte fort: ...

Das Album „Made in Germany“ erscheint am 7. April 2017 bei Telamo.

Nach dem höchst erfolgreichen Vorgänger-Album „Männer sind so“, das bereits in neuer Besetzung im Oktober 2015 auf den Markt kam, bringt Truck Stop jetzt einen Nachfolger, der es in sich hat: 14 Songs von emotionalen Balladen bis rockig, von frech bis nachdenklich sind auf „Made in Germany“ enthalten, allesamt Hitanwärter, die dem weltbekannten Qualitätssiegel alle Ehre machen! Nachdem sich die urdeutsche Formation von der Waterkant verjüngt und gewissermaßen neu erfunden hat, will sie die frühere Anlehnung an typisch amerikanische Text-Themen hinter sich lassen. Der Albumtitel ist also auch Programm – und Gitarrist und Frontmann Andreas Cisek weiß sich einig mit seinen Bandkollegen Wolfgang „Teddy“ Ibing, Chris Kaufmann, Tim Reese, Uwe Lost und Knut Bewersdorff, dass die aktuelle CD zugleich ihre persönlichste ist.

Los geht es gleich mit dem Titelsong „Made in Germany“, dem erklärten Liebling aller Bandmitglieder. Das Trucker-Lied der ruhigen Sorte erzählt von den kleinen Freuden des Alltags: ein kühles Bier, im Kreis von Freunden den Grill anschmeißen, gemeinsam ein spannendes Fußballspiel gucken, Urlaub im Süden – also genau das, was irgendwie typisch deutsch ist und was viele Menschen hierzulande lieben. Eine Liebeserklärung sowohl an die Frauen als auch den Fußball ist der nachfolgende Song „Ich guck das Spiel, Schatz“. Dabei nehmen sich die Männer von Truck Stop auch selbst auf den Arm, wenn sie die Liebste ganz charmant vertrösten: „Du kannst mir später noch den Kopf verdreh‘n, lass mich erst das Spiel zu Ende seh‘n“. Die Rückbesinnung auf Dinge, die schön und einfach zugleich sind, ist eine der Botschaften von Truck Stop – so auch in „Ein Hund ohne richtigen Namen“. Dabei geht es gar nicht so sehr um den Hund im Speziellen, auch wenn der freilich ganz selbstverständlich mit dabei ist beim Campingurlaub mit der Family. Ein Stück Lebensart „Made in Germany“.

„Made in Germany“ ist natürlich auch der tägliche Irrsinn, den Beruf und Karriere im Leistungsland Deutschland mit sich bringen. In „Mama macht Karriere“ sind die traditionellen Rollen vertauscht – der Stress in der Familie aber, der ist der gleiche. Passend zur besungenen Hektik verbreitet auch der Rhythmus Atemlosigkeit – super gemacht. Ein typisch deutsches Thema ist außerdem „Wäre, Würde, Hätte“, ein Lied über verpasste Chancen, über den Typ Mensch, der zu viel zaudert und zu selten zupackt. Truck Stop holt dabei jedoch nicht die Moralkeule heraus, sondern lädt zu etwas Milde mit sich selbst ein. Von des Deutschen liebstem Feind, dem „Nachbarn“, handelt der gleichnamige Song, während „Nicht der Typ“ ein tolles Plädoyer dafür ist, die Dinge auch einfach mal laufen zu lassen – dann kommt sie nämlich manchmal ganz von selbst, die Liebe.

Dem weiblichen Geschlecht hat die Band gleich mehrere schöne Titel auf der neuen CD gewidmet. „Wenn du jemand suchst“ erzählt vom vorsichtigen Umwerben einer Frau, der gerade ein anderer Mann das Herz gebrochen hat, „Weil du es bist“ ist ein Lied über das Verzeihen – übrigens mit besonderem Schager-Country-Touch. Vertrauen in die Zukunft fordert die Band vom schönen Geschlecht in „Ich hab kein'n Plan“. Sie will Sicherheit durch Planung, er nimmt das Leben, wie es kommt. Ganz ruhig und von großer Zufriedenheit geprägt kommt „Ohne Frauen wie dich“ rüber. Der Song blickt zurück und stellt fest: Verdammt viel richtig gemacht mit diesem Klasse-Weib – eine kleine Beichte und ein großes Dankeschön zugleich.

Das Glück, die Richtige gefunden zu haben, besingt Truck Stop auch in „Letzter Halt“. Dieser Song hat jede Menge Drive, erzählt vom Suchen und Finden und der Erkenntnis, zahlreiche Irrwege gegangen zu sein – wo doch die richtige Frau schon lange genau vor der Nase stand. Dasselbe Thema, aber einen ganz anderen Blick darauf hat „Raus aus meinem Kopf“: Es handelt vom Unterschied zwischen der Theorie, wie die Frau der Träume sein sollte, und der Praxis, sie im wahren Leben auch zu finden. Dass Truck Stop auch mit dem eigenen Geschlecht ins Gericht geht, zeigt sich in „Wenn Männerherzen brechen“. Da wird Er von Ihr verlassen, ist allerdings selbst schuld, denn er benimmt sich wie die Axt im Walde. In seinen Klagen macht er aus Mücken Elefanten, oder wie Truck Stop es ausdrückt, es „werden tiefe Täler aus den kleinsten Schrammen“.

Mit ihrem aktuellen Album – wieder produziert von Frank Ramond, Jörn Heilbut und Truck Stop – haben die Cowboys aus dem Norden einen Riesenschritt auf ihrem neuen Weg gemacht und sich klar weiterentwickelt. Die Songs sind frischer, unverkennbar geblieben ist jedoch der Truck-Stop-Sound mit ehrlicher, handgemachter Musik. Konsequent, persönlich und modern – so klingt „Made in Germany“, eine leidenschaftliche Hommage an die Heimat!

Quelle: Telamo