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Rainhard Fendrich: Schwarzoderweiss (Album am 07.10.2016)Eine 36 Jahre lange Karriere als Sänger und Liedschreiber, unzählige Live-Auftritte, 17 Studioalben mit beinahe 250 Songs, in Österreich acht Nummer-Eins-Alben in Folge – was soll man da auf einer neuen Platte schon noch Neues zu sagen haben? Vor allem, wenn das Album davor, das 16., den Titel „Besser wird’s nicht“ trug? „Na, hör’s dir halt an“, fordert Rainhard Fendrich auf. Selbstbewusst ist er. ...

Und das kann er auch sein. SCHWARZODERWEISS heißt die von ihm selbst produzierte Sammlung mit 14 neuen Fendrich-Liedern, die am 7. Oktober bei BMG erscheinen wird. Und zu sagen hat er eine Menge. Der Sänger und Liedschreiber beweist auf dem Album nicht nur sein Gespür fürs Songwriting, sondern zeigt eindrucksvoll Haltung. „Ich bin ein Künstler“, sagt er, „für mich ist jedes Lied eine Art Reflexion auf das, was ich beobachte und erlebe. Die Zeit, in der wir leben, gibt mir die Themen vor. Und diese Zeit ist nun einmal alles andere als rosig.“

Und so beginnt das Album mit einer forsch geschlagenen akustischen Gitarre und der utopischen Zeile „Stell Dir vor, es gibt koa Internet.“ Man hört sofort den Wiener raus, doch die Botschaft kommt auch in Cottbus, Flensburg und Duisburg an: „Wenn Du Was Willst“ ist ein feinsinniges Lied über den Smartphone- und WLAN-Wahn dieser Tage. Das Stück ist nicht zynisch, sondern wahrhaftig, die Message ist klar: Wenn du was willst, dann sprich mit mir oder schreib mir einen Brief. Aber lass bitte das Herumgetippe auf dem Handy sein. Man kann schmunzeln über diesen Folk-Song, der ein wenig an Johnny Cash erinnert. Man kann aber auch länger über ihn nachdenken. „Genau das“, sagt Fendrich, „zeichnet ein gutes Lied in meinen Augen aus. Es gibt dem Hörer etwas mit auf den Weg. Einen Impuls oder einen Gedanken, den er weiter mit sich herumträgt.“

Es folgt „Frieden“, eine Klavierballade. „Wir konnten in Europa die Kriege in der Welt lange ignorieren, aber das geht nun nicht mehr“, sagt Fendrich. „Trotzdem singe ich vom Frieden. Von der Utopie, die wir in dieser blutgetränkten Zeit noch haben.“ Manch einer könnte das naiv nennen. Oder sogar kitschig. „Ich hinterfrage meine Lieder jedoch nicht nach möglichen Reaktionen“, sagt Fendrich. Da spricht er wieder, der selbstbewusste Künstler. „Ich plane meine Songs nicht, sie kommen zu mir, sehr häufig ganz unbewusst. Meine Aufgabe ist es dann, sie zu Papier zu bringen und aufzunehmen. Wie andere dann darauf reagieren, entzieht sich meinem Einfluss. Und das ist genau richtig so.“

Auch das Titelstück „schwarzoderweiss“ ist eine Reflexion auf das Zeitgeschehen, eine eindeutige Absage an Fremdenfeindlichkeit, ein klares Statement für Humanismus. Fendrich würde sich wünschen, dass noch viel mehr Künstler sich dieses Themas annehmen, um es damit, wie einst in den 70er-Jahren, über die Kunst in die Gesellschaft zu tragen. Hier erkennt man sie wieder, die klare Haltung, die diesen Künstler auszeichnet. Der Song selbst ist kein Klagegesang, sondern ein mitreißender Folksong, angereichert durch tolle Gospelchöre – also ganz eindeutig von schwarzer und weißer Musik beeinflusst. Mit dem Stück „Du Bist Schön“ wechselt Fendrich erneut die Stimmung, das Stück mit seinen melancholischen Klavierakkorden klingt wie ein großes Chanson, im Text singt er über die Schönheit einer Frau in den so genannten besten Jahren, die eine ganz und gar andere Tiefe besitzt als das, was uns von den Plakaten und Titelblättern der Magazine als jugendliche Schönheit verkauft wird. Wer das Lied mit seinen schwelgerischen Arrangements und seiner Lyrik hört, fühlt sich an Udo Jürgens erinnert, aber auch an die großen Franzosen wie Charles Aznavour.

Es gibt viele Songs auf dem Album, auf denen Rainhard Fendrich bemerkenswerte Positionen einnimmt. Da ist zum Beispiel „Wer Schützt Amerika“: Dass die Vereinigten Staaten die Rolle des Weltpolizisten spielen, ist bekannt. „Mit Blick auf die politischen Entwicklungen dort hat sich mir die Frage aufgedrängt, ob es jemanden gibt, der seine Hand schützend über Amerika legt“, sagt Fendrich. Der Song drückt aber auch die große Leidenschaft des Wieners für die Popkultur der Vereinigten Staaten aus. „Fast alles, was wir damals als junge Menschen am Rock’n’Roll liebten, kam aus Amerika.“ Von den USA zurück nach Österreich, in Fendrichs Heimatstadt: „Für Immer A Wiener“ ist eine Art Nachfolger von „I Am From Austria“, seinem Hit aus dem Jahr 1990 – und mittlerweile die inoffizielle Hymne Österreichs. Unbeugsame Träumer sind sie, die Wiener. Und Humor haben sie. Das beweist der Sänger auf diesem Album mit Liedern wie denen von den „Graumelierten Herren“ oder den „Sugar Daddies“ aber auch mit seinem Song für „Lieselotte“: „Ich kämpfe um die kühle Lieselotte, sie ist die Mühle, ich der Don Quichotte.“ Ein cooler Song für eine coole Frau, gespielt im schönsten Reggae-Offbeat-Rhythmus: Diese Nummer wird zum Highlight bei den kommenden Konzerten werden.

Natürlich wird der geborene Performer Rainhard Fendrich – seine Zweitkarriere als Moderator (u.a. von der Flirtshow „Herzblatt“) und Schauspieler kommt ja nicht von ungefähr – mit den neuen Songs auf Tour gehen. Im Februar 2017 geht’s los. Mit dabei hat er selbstverständlich auch die alten Favoriten, die unsterblichen Partyhits wie „Macho, Macho“ oder „Es lebe der Sport“, die großen Balladen wie „I Am From Austria“ oder „Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk“. „Da ist ganz schön was zusammengekommen in den vergangenen 36 Jahren“, wundert sich der Sänger selbst über seinen umfangreichen Katalog. War denn alles gut? „Sicher nicht. Aber ich bereue nichts.“

Wenn Rainhard Fendrich heute eines genießt, dann, dass er sich eine Position erspielt hat, in der er sich den Luxus erlauben darf, völlig ohne Zwänge zu arbeiten. „Diese künstlerische Freiheit ist mir unglaublich wichtig“, sagt er. Die gute Nachricht für seine Fans: Er hat diese Freiheit genutzt – und mit „SCHWARZODERWEISS“ das vielleicht tiefgründigste und intensivste Album seiner Karriere aufgenommen.

Quelle: BMG RIGHTS MANAGEMENT

JPC

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