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Räuber - Dat es Heimat (Doppel-CD zum 25-jährigen Jubiläum)25 Jahre Räuber – 2016 feiert eine der erfolgreichsten Bands des Rheinlandes ihr silbernes Jubiläum. „Bodenständig und authentisch. Die Tradition bewahrend und dem Neuen aufgeschlossen“, so verstehen sie sich selbst. Als Karl-Heinz Brand 1991 neue musikalische Partner sucht, rief er Kurt Feller an.“ Nach dem Telefonat meint Feller, „da muss ich mal drüber schlafen“ - zwei Stunden später ist alles klar.

Ähnlich flott geht es mit Norbert „Nobby“ Campmann, der 1993 in die Band kam und bis zu seinem Tod im Jahre 2007 maßgeblich am Erfolg der Räuber beteiligt war.

Schon mit seinem ersten Album landet das Trio einen Volltreffer. „Wenn et Trömmelche jeit“ erscheint 1993 und bietet neben dem Trömmelche die späteren Räuber-Evergreens „Schau mir in die Augen“ und „Op dem Maat“.

Trotz der Liebe zum Kölschen sind die Räuber in ihren Titeln bis heute flexibel geblieben. Es gibt auch hochdeutsche oder „rheinische“ Texte – quasi Kölsch-Light, wie Willy Millowitsch oder Konrad Adenauer es gepflegt haben. „Viele Titel sind auf Hochdeutsch gut, auf Kölsch aber noch besser“, wissen die Räuber. „Wenn man zum Beispiel 'Op dem Maat'' in Hochdeutsch singen würde, hiesse es „Auf dem Markt stehen die Bauern, dicke Eier, faule Pflaumen, lange Möhren. Klingt schon irgendwie komisch. Dennoch funktioniert nicht alles auf Kölsch.

In knapp sieben Jahren spielen sich die Räuber bis 1998 als viertes Blatt ins „Kleeblatt“ zu den kölschen Top-Bands Bläck Fööss, Höhner und Paveier. 2001 wurde mit der Verpflichtung von Schlagzeuger Wolfgang Bachem ein Quartett.

Die Räuber darf man durchaus als Botschafter für Köln oder das Rheinland betrachten, obwohl sie sich selbst nie so gesehen haben, denn es gibt Kapitel in ihrer Geschichte, die das durchaus nahelegen. Als sie zum Beispiel den Sicherheitschef der Deutschen Botschaft in den USA mit „Ich bin ne kölsche Jung“ zum Weinen bringen. Oder als sie in Kutztown/Pennsylvania eine alte Dame, die mit ihrer Mutter vor den Nazis nach Amerika entkommen konnte, mit „Heimweh noh Kölle“ gegen ihren einst gefassten Schwur davon überzeugen können, doch noch einmal Köln zu besuchen.

Aus dem Quartett ist im Laufe der Zeit ein Sextett geworden. Neben Karl-Heinz, Kurt und Wolli zählen heute Torben Klein (seit 2012), Andreas Dorn alias der „Schrader“ und Jürgen „Geppie“ Gebhart (beide seit 2015) dazu. Eine Grundlage des Erfolgs ist die Vielseitigkeit der Räuber. Denn sogar im Rheinland gibt es ein Leben außerhalb des Karnevals. Diese Facetten bespielen sie mit ihren Konzerten im Millowitsch-Theater, den unplugged Krätzjen-Abenden im Senftöpfchen oder auf ihrer Kneipentour mit Welthits op Kölsch. Ihre Dynamik entwickeln sie aus den individuellen Stärken jedes einzelnen Bandmitgliedes.

Karl-Heinz Brand bereitet nach über 40 Jahren auf der Bühne behutsam seinen Rückzug vor. Dabei ist ihm und den Räubern der langsame Übergang wichtig. Die „Neuen“ sind die Zukunft der Räuber, allen voran Torben Klein als sein Nachfolger in der Rolle des Frontmanns geniesst da sicher besondere Aufmerksamkeit. Der Verantwortung ist er sich bewusst und sagt: „Wer sich wie die Räuber 25 Jahre auf solch einem Level hält, der hat was geschafft.“ Und was denken die Gründungs-Räuber? „Karl-Heinz ist ein Workaholic, aber Torben ist schlimmer“, erklärt Kurt Feller lachend. „Man muss sich auch ständig neu erfinden, denn nichts ist so alt wie der Erfolg von gestern“ sagt Karl-Heinz Brand im Interview. Damit ist ein erfolgreicher Schritt eingeleitet worden, der die Fortentwicklung der Band mit anstehendem Generationenwechsel einläutet.

„Dat es Heimat“ ist der Titel der im November 2015 erschienenen CD, auf der sich noch ein DJ-Remix des Titelsongs sowie ein Räuber-Hitmedley finden. Die CD ist gewissermaßen ein Appetizer zur Doppel-CD, die am 8. Januar 2016 zum 25-jährigen Räuber-Geburtstag erscheint. Auf ihr präsentieren die Räuber 2x11 Titel. Zum einen Kölsches unter dem Motto „Dat es Heimat“, zum anderen 25 Jahre Party-Hits mit Neuem und Klassikern in neuen Arrangements. So, wie die Räuber sich eben selbst verstehen: „Bodenständig und authentisch. Die Tradition bewahrend und dem Neuen aufgeschlossen!“

Quelle: SMA/ Ariola Colonia

 

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