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Preisträger des Musiker-Nachwuchsförderpreises 2019 der Hanns-Seidel-Stiftung stehen festDas Musikfestival „Lieder auf Banz“ geht im Juli in eine Neuauflage. Vor 8.000 Zuschauern werden die gerade von der Jury der Hanns-Seidel-Stiftung ausgewählten Gruppen und Solisten zusammen mit etablierten Künstlern auftreten. >>

Den Förderpreis in Höhe von je 5.000 Euro erhalten Christin Henkel, Lennart Schilgen und Belle Fin. Die Urkunden verleiht die Stiftungsvorsitzende Ursula Männle am 5. und 6. Juli in Kloster Banz bei Bad Staffelstein.

Dabei dürfen sich die Nachwuchspreisträger nicht nur an zwei Tagen auf "der großen Bühne" präsentieren, sondern erhalten im kleinen Rahmen bereits tags zuvor am Donnerstag, 4. Juli 2019 beim Nachwuchspreisträgerkonzert im Großen Saal von Kloster Banz die volle Aufmerksamkeit des Publikums.

„Wir unterstützen den Musikernachwuchs und bieten ihm mit dem Preis eine Plattform, sich zusammen mit etablierten Größen der Musikbranche auf Augenhöhe dem Publikum zu präsentieren“, sagt Stiftungsvorsitzende Professor Ursula Männle über den Wettbewerb, der seit 1987 jährlich ausgeschrieben wird. Gleichzeitig gratuliert Männle den neuen Preisträgern und freut sich schon auf die Preisverleihung im Juli.

Ein Großteil der bisherigen Preisträger ist mittlerweile nicht mehr aus der deutschen Musikbranche wegzudenken, wie beispielsweise Rosenstolz, Willy Astor, Bodo Wartke und viele mehr. Die Moderatoren der „Lieder auf Banz“, Viva Voce, haben die begehrte Trophäe bereits 2004 abgeräumt.

Die Preisträger werden jährlich durch eine unabhängige Fachjury in mehreren Runden ermittelt. In diesem Jahr gab es knapp 100 Bewerbungen, von denen letztlich 18 für die finale Entscheidungsrunde von der 15-köpfingen Jury unter Leitung von Professor Hans-Peter Niedermeier, Leiter der Begabtenförderung der Hanns-Seidel-Stiftung und "Grandfather" des Nachwuchswettbewerbes ausgewählt wurden.

In der mehrstündigen Jurysitzung wurden Vorlieben und musikalische Tendenzen diskutiert und bewertet. Am Ende haben sich Christin Henkel, Lennart Schilgen und Belle Fin mehrheitlich durchgesetzt. Sie sind die Gewinner von 2019 und dürfen sich sowohl über das Preisgeld als auch auf das Preisträgerkonzert sowie den Auftritt bei „Lieder auf Banz“ neben etablierten Künstlern wie Wolfgang Ambros, Wolfgang Niedecken, Süden II und vielen mehr freuen.

Portrait Christin Henkel (München)

Christin Henkel beherrscht alle Gefühle. Von außergewöhnlich komisch über gemein bis tief-bewegend. Deshalb brauchte sie auch ein neues Genre, um alle Talente und Klangfarben in einer Schublade unterzubringen. Und voilà: das Kla-Ka-Son war geboren - das klavierkabarettistische Chanson. Seit einigen Jahren tourt die Liedermacherin mit dem tiefschwarzen Humor quer durchs Land, war unter anderem Gast bei Dieter Nuhr, Pufpaff Happy Hour, Nightwash und Ladies Night, schrieb nebenbei Orchester- und Kammermusik und veröffentlichte ihr erstes Buch „Juhu, berühmt! Ach nee, doch nich“ (Knaur / 2017), sowie ausgewählte Songtexte in der Anthologie Querulantinnen des Reclam Verlags. Die verbleibende Zeit neben ihren künstlerischen Aktivitäten musste Christin dringend bei Surflehrer Klaus am Meer verbringen und so ließ das zweite Album vier Jahre auf sich warten. Aber jetzt ist es endlich soweit: „Prokrastination“ ist gerade frisch erschienen.

Auf der Platte und bei Live-Auftritten wird Christin von Ausnahmetalent Juri Kannheiser (auch bekannt als die Band ohne Haare) auf dem Cello begleitet.

Portrait Lennart Schilgen (Berlin)

Lennart Schilgen findet Blickwinkel, aus denen das vermeintlich Feststehende wackelig erscheint. Und bringt es dann in seinen Liedern zum Kippen: Vom Tragischen ins Komische, vom Schönen ins Schräge. Oder auch mal umgekehrt. Mit „Funken schlagender Sprachkunst“ (AZ) und hintergründiger, leichtfüßiger Komik erzählt er Geschichten vom Scheitern, die so nah am Leben sind, dass man ihm gerne jedes Wort glaubt – mitunter hoffend, es möge sich nicht wirklich alles so zugetragen haben.

Seit der Premiere seines ersten abendfüllenden Programms 2015 heimste der Berliner schon allerhand Kleinkunstpreise ein, wie den Bielefelder Kabarettpreis oder zuletzt den goldenen Stuttgarter Besen. Seine Auftritte führen ihn durch den gesamten deutschsprachigen Raum und mittlerweile an so renommierte Spielorte wie die „Bar jeder Vernunft“ in Berlin. Der NDR urteilte: „Wer Bodo Wartke mag, wird Lennart Schilgen lieben“.

Portrait Belle Fin (Frontmann Fabian Bachmann, Wien)

Die Welt von Belle Fin erzählt Geschichten und zeichnet Bilder, mit neuen Farben und Ornamenten aus Südamerika über Frankreich bis in ihre Heimatstadt Wien. Im Zuhören eine Reise durch Szenen, die das Licht der Straßen und die Blicke der Nacht, den Geruch von nassen Asphalt oder das Gefühl des Unbekannten beschreiben. Belle Fin spürt diese unterschiedli-chen Rhythmen auf, fängt ihre unverwechselbaren Schattierungen ein und vereint sie leicht-füßig und ohne Zwang. Ein raffinierter Mix aus Jazz, Latin, Chanson und dem Wiener Lied machen diese Band unverwechselbar.

Belle Fin besteht aus langjährigen Freunden und das spürt man. Die beiden Frontmänner Ro-bin Ullmann (Trompete und Gesang) und Fabian Belle Fin (Gesang und Gitarre) singen bereits seit elf Jahren miteinander und haben bis heute einen unverdrossenen Spaß an dem, was sie machen. Bei größeren Konzertanfragen wird ihr Rücken dabei von Julian Berann (Drums), Paul Male (Gitarre) gestützt. Ansonsten spielen sie in der Quartett Besetzung: Fabian Belle Fin, Robin Ullmann Peter Engel (Kontrabass) und Mathias Ihrybauer (Ziehharmonika). Die familiäre Stimmung innerhalb der Band überträgt sich unweigerlich auf das Publikum, egal ob vor mehreren 100 Leuten in Theatern und Konzertsälen oder vor 20 Personen im Gasthaus. Das Motto: „Wir wollen, dass die Leute eine Reise mit uns durchleben und dabei viel Lachen und Freude haben.“

Künstler im Programm der "Lieder auf Banz" 2019:

Süden II (Schmidbauer, Pollina, Kälberer), Wolfgang Niedecken, Wolfgang Ambros, Hannes Ringlstetter & Band, Die Wellpappn, Roger Stein, Jule Neigel feat. Maschine & Hasbee, Lennart Schilgen, Belle Fin, Christin Henkel, Moderation Viva Voce.

Der Samstag, 6. Juli 2019 ist bereits ausverkauft, auch die Tribünenplätze für den Freitag, 5.Juli 2019. Restliche Tickets gibt es noch für die Wiese am Freitag, hier gilt es nun, sich schnell Tickets im Vorverkauf zu sichern.

Quelle:

Hanns-Seidel-Stiftung
Hubertus Klingsbögl
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