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Nisse - Ciao (Album am 12.10.2018)„Ich habe immer gedacht, dass man auf Englisch rappen müsse, eben so, wie man als Basketballer mindestens 1,90m groß sein sollte, wenn man es im Spiel zu etwas bringen wolle“, erzählt Nisse, der auf Deutsch rappt und singt: >>

„Wegen der Vokale. Im Englischen ist alles so dehnbar und elastisch, im Deutschen hingegen klingt jeder gerappte Satz sofort hart und perkussiv.“ Und damit wären wir beim Kern von Nisses Einzigartigkeit: Er schert sich um keine ungeschriebenen Gesetze; sein Gesangs- und Rapstil ist perkussiv — er benutzt seine Stimme nicht wie ein Belcanto-Sänger, sondern wie eine Beatbox. Jede Silbe ist ein Taktschlag, jedes Atemholen ein Beat, sein einzigartiger Stil zeichnet sich dadurch aus, dass er jedes Wort klar phrasiert.

Auf seinem neuen Album „Ciao“ durchmisst Nisse die kleine und die große Welt in einem Dutzend Songs. Dabei verschiebt er permanent und stets unerwartet den Fokus: Mal singt Nisse Balladen ohne dabei zu rappen — etwa in dem Song „Immer.Ewig“, das er seinen verstorbenen Großeltern gewidmet hat, oder in den beiden Wirtschaftswunder-Schlagerwelt-NDW-Reminiszenzen „Taxi“ und „Unmöglich“. Besonders herauszuheben ist auch „Allergisch“, Nisses glasklares Bekenntnis gegen den Rechtsruck in Deutschland. „Jeder, der eine Reichweite hat, sollte diese nutzen, um sich zu positionieren. Alle großen Stars haben dies getan: Michael Jackson schrieb ‘Heal the World’, um die Welt auf die Hungersnot in Afrika aufmerksam zu machen, und hierzulande haben sich Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg, Westernhagen und Peter Maffay stets unmissverständlich gegen Rechts gestellt.“

Egal, auf welchen Aspekt der Welt Nisse seinen texterischen Blick richtet, stets erkennen wir ihn sofort dank seines wiedererkennbaren Gesangsstils. Nisse: „Ich bin aufgewachsen zwischen der heilen Welt von Uschi Glas und Roy Black und der Kalten-Krieg-Elektronik der 80er Jahre. Diese Kontraste sind sicherlich auch ausschlaggebend für meinen breiten Stil.“

Über allen Einflüssen steht aber der King of Pop: „Ich habe ein großes Vorbild“, sagt Nisse: „Mehr als alle anderen ist es Michael Jackson, der jeden Kiekser, jedes Atemholen, jede Silbe als Rhythmus begriffen, jeden Songtext seinem ganz eigenen Rhythmusverständnis unterworfen hat. Zwei Mal habe ich ihn live gesehen.“

Überhaupt, die großen Kunstfiguren: Nisse ist fasziniert von den großen Männern, die Kraft ihrer Imagination fantastischer und größer waren, als es Normalsterbliche je sein könnten — Michael Jackson, David Bowie, aber auch, um einen Deutschen zu nennen, Bill Kaulitz von Tokio Hotel. Bill singt in Nisses neuem Song „Vogel aus Gold“ als Gast die Zeilen: „Mein Leben ist ein Fiebertraum / Vielleicht wach ich nie mehr auf / Und alles dreht sich um den Mittelpunkt / Um mich, um mich, um mich herum“. Ein weiterer Gast „als Ausgestalterin der Chöre“ ist Jennifer Kae, die Nisse voller Respekt und Dankbarkeit als „eine der besten Sängerinnen des Landes“ bezeichnet.

Herausragend auf „Ciao“ ist der futuristische Elektro-Rap „Merkursonne“, eine mitreißende Hommage an die Reeperbahn und Hans Albers: „Die Raucherlunge pfeift das Ende vom Lied / Nachts über St. Pauli geht die Merkursonne auf… / …der Reeperbahn nachts um halb eins / leben wir den Traum“. Niemanden würde es verwundern, wenn dieser Track in Bälde auch in den Juke Boxes um die Davidstraße zu drücken ist.

Überhaupt der Kiez: David Bowie sang in der deutschen Version seines Songs „Heroes“: „Du / Könntest du schwimmen / Wie Delphine / Delphine es tun / Niemand gibt uns eine Chance / Doch können wir siegen“. Nisse singt in „Delfin“, seiner ganz eigenen Rotlicht-Adaption dieses Jahrhundertsongs: „Einmal mit Delfinen schwimmen / Einmal diese Welt so sehn / Wie’s in den Magazinen steht / Als wär das ganze Leben ein Phänomen.“ Der Song ist Ellen gewidmet, einer jungen Prostituierten von der Davidstraße, in der Nisse zwei Jahre lang im zweiten Stock gelebt hat, genau über dem gemalten Schild des Erotic Art Museums.

Nisse: „Wir haben damals gekifft, sind durch die Gegend gerannt, haben nachts Graffities gesprüht. Aber dieses Mädchen hatte im Gegensatz zu uns keine Chance. Ich musste immer wieder mal an sie denken, und deshalb habe ich ihr diesen Song geschrieben.“

Quelle: Four Music

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