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Nina Nesbitt - Love LetterDass ein Künstler „erwachsen“ geworden ist, ist eine gern bemühte Floskel – aber manchmal ist halt auch einfach etwas dran. Die Nina Nesbitt von 2018, die auf „The Sun Will Come Up, The Seasons Will Change” zu hören ist, ist nicht wie die Nina Nesbitt, die 2012 praktisch aus dem Nichts auf der Bildfläche erschien. >>

Die Anfang 2014 mit „Peroxide“ die Top 15 der britischen Charts stürmte, mittlerweile eine Million Fans auf Instagram, Facebook und Twitter und fast drei Millionen monatliche Hörer bei Spotify hat. Doch der Reihe nach.

Nina Nesbitt wurde in einem kleinen Dorf außerhalb von Edinburgh geboren. Schon früh lernte sie verschiedene Instrumente, doch Musik war damals nicht ihre einzige Leidenschaft. Als rhythmische Turnerin trainierte sie für die Olympischen Spiele. „Ich glaube daher kommt ein Großteil meines Antriebs: Ich wollte die Beste sein“, erklärt sie. „Ich war sehr leidenschaftlich, am Ende war ich Teil der schottischen Mannschaft und trainierte für die Commonwealth Games.“ Doch als sie im Alter von 15 Jahren Taylor Swifts Song „Fifteen“ hörte, gab es für sie nur noch die Musik. „Ich dachte ‚oh mein Gott, da ist ein Mädchen mit Gitarre, das eigene Songs schreibt. Das wollte ich auch tun“, erinnert sie sich. „Ich komme nicht aus einer musikalischen oder wohlhabenden Familie, also musste ich einen Weg finden, um mir Gehör zu verschaffen – und eigene Songs zu schreiben schien machbar.“

Nesbitt hatte bereits Cover-Songs auf YouTube hochgeladen und eine Menge eigene Songs geschrieben, als sie 2011 zufällig Ed Sheeran traf. Nach einer spontanen Performance lud er sie für mehrere Konzerte als Support ein. Wenig später unterschrieb Nesbitt einen Plattenvertrag und ihre Karriere nahm ziemlich schnell Fahrt auf. Nach der Veröffentlichung ihres Debüts „Peroxide“ spürte Nesbitt allerdings das Verlangen, sich weiterzuentwickeln. Sie begann, Songs für andere Künstler zu schreiben – darunter The Shires, Jessie Ware, Matoma, Olivia Holt, Jonas Blue und mehr. Und sie kam zu dem Schluss, bei ihrem zweiten Album alles selbst unter Kontrolle haben zu wollen.

Für „The Sun Will Come Up, The Seasons Will Change” nahm Nesbitt sich ganze drei Jahre Zeit – und ging keinerlei Kompromisse ein. Ihre charaktervolle Stimme ist natürlich noch da, genauso wie ihr Talent für scharfsinnige Beobachtungen und eingängige Ohrwurm-Melodien. Musikalisch schlägt sie allerdings eine neue Richtung ein: Mit noch offensichtlicheren Pop-Einflüssen ist das Album eine aufregende Reise durch eine ganze Reihe an Genres und Stimmungen.

Da wäre zum Beispiel das autobiografische Stück „The Moments I’m Missing“, das Nesbitt in ihrem Schlafzimmer geschrieben und aufgenommen hat: Zarte Klavier-Klänge treffen darin auf sorgfältig programmierte Beats – veredelt mit einem Gastauftritt von Sängerin Goody Grace. Das R&B-gefärbte „The Best You Had“ derweil wurde bereits von Taylor Swift und Chloë Grace Moretz gefeiert und die Erfolgs-Single „Somebody Special“, ein Liebeslied mit besonderem Twist, kommt auf Spotify bereits auf 30 Millionen Streams. Zu den weiteren Höhepunkten des Albums gehören die Single „Loyal To Me“, die in England bereits diverse Radio-Playlisten ziert, sowie die bewegenden Balladen „Empire“ und „Is It Really Me You’re Missing“ – ein Song, der zunächst für Rihanna zurückgehalten wurde und in dem Nesbitts wunderbare Stimme voll zum Ausdruck kommt. Produziert wurde das Album von Lostboy (Anne-Marie), Fraser T Smith (Adele, Drake, Gorillaz, Florence and the Machine), Jordan Riley (Macklemore, Zara Larsson) und Nina Nesbitt selbst.

„Ich bin so stolz auf dieses Album“, sagt Nesbitt. „Dies ist das Album, das ich immer machen wollte, zu meinen eigenen Bedingungen. Es ist ein ehrliches Abbild von jemandem in seinen frühen Zwanzigern, und gewährt einen Einblick in das sich ständig ändernde Leben.“ Kein Zweifel: In einer Zeit, in der Künstler oft keine zweite Chance oder die Zeit bekommen, um ihren Sound zu finden, ist „The Sun Will Come Up, The Seasons Will Change“ der Beweis, dass Nina Nesbitts harte Arbeit sich ausgezahlt hat. Es ist der Sound einer Künstlerin, die sich in ihrer eigenen Haut wohlfühlt.

Quelle: Starwatch Entertainment

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