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Radio VHR - Schlager | Pop | Rock | Meine Hits - Meine Musik

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KitschKrieg - 5 Minuten (feat. Cro, AnnenMayKantereit, Trettmann) Gleich mit ihrer ersten eigenen Single bewiesen KitschKrieg, dass sie sehr genau wissen, wie Hits gehen. “Standard” schaffte es auf Platz eins der Charts und bescherte uns eine der ersten Musik-Challenges in Deutschland, die Spaß und Sinn machten. >>

Mit ihrer neuen Single schlagen sie einen unerwarteten Haken: “5 Minuten” vereint drei außergewöhnliche Acts in einem ganz speziellen Moment: AnnenMayKantereit, Cro und Trettmann und wieder möchte man Laut das Wort “Hit” durch den Raum rufen.

KitschKrieg, das sind die Produzenten Fiji Kris und Fizzle sowie die Fotografin/ Artdirektorin °awhodat°. Es ist eine wahrlich ungewöhnliche Konstellation für eine Band. Doch gerade deswegen spricht sie Bände. KitschKrieg haben sich nie um Konventionen geschert. Sie haben von DIY-Kulturen wie Punk und HipHop gelernt und stets ihr eigenes Ziel verfolgt. Nach Jahren des Hustles fanden die drei schließlich 2016 zusammen und begannen, ihren charakteristischen Stil zu entwickeln: ein hypermoderner Laptop-Soul mit Einflüssen aus Trap, Dancehall, Grime und Pop – gepaart mit Schwarz-Weiß-Bildern voll leiser Melancholie und roher Kraft.

In ihrer WG im Stadtteil Kreuzberg konzipierten sie Hits für u.a. die Beginner, Bonez MC & RAF Camora, Ufo361 und natürlich Trettmann – den stets von einer Sonnenbrille verhüllten Sänger, dessen Geschichte untrennbar mit ihrer eigenen verwoben ist. Trettmann kam vom Nullpunkt. 2017 holte er Gold, 2018 die drei wichtigsten Awards beim Preis für Popkultur: bester Song, bestes Album, bester Künstler. Das Album “Montenegro Zero” von Haiyti, ebenfalls komplett produziert von KitschKrieg, gewann den Kritikerpreis beim ECHO. Das Magazin “Das Wetter” schrieb: “Kaum eine Musik klang in den letzten Monaten so klar und nah und wichtig.“

Das gilt auch und besonders für “5 Minuten”. Es ist ein Song über das Enden: den Moment, in dem Liebe zu Bedeutungslosigkeit verbleicht. Cro, Henning May (das M in AMK) und Trettmann nähern sich dem Thema auf ihre eigene Weise. Keine großen Gesten, keine Kalendersprüche, keine Worthülsen aus dem Bausatz der Deutschpoeten. Stattdessen: schlichte, ehrliche Aufnahmen eines Augenblicks, wie ihn jeder schon einmal erlebt hat. Belichtet werden sie vom KK-Sound, der hier erstmals auch Live-Instrumentierung von AnnenMayKantereit umschließt.

“5 Minuten” ist ein Song für die schmerzhaft kurzen Tage, deren Morgen aber schon die Gewissheit neuen Lichts bringt. Was in fünf Minuten endet, kann in einem Augenblick neu erwachsen. So wie diese unwahrscheinliche Erfolgsgeschichte aus der WG in Berlin-Kreuzberg namens KitschKrieg…

Quelle: BMG RIGHTS MANAGEMENT