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José Valdes - Das Album "Mein Leben – Mi Vida" erscheint am 02.05.2014Die besten Songs der Popwelt entstanden bekanntlich aus Erlebnissen des wahren Lebens. Antrieb sind dabei oft glückliche Momente, die Melancholie zerstörter Lebensträume oder persönliche Schicksalsschläge. Diese Lieder, im amerikanischen auch „the real thing“ genannt, spiegeln oft Entbehrungen und Schmerz aber auch Hoffnungen und Liebe wider. Der chilenische Sänger José Valdes (39) ist ein Mensch, der eine bewegte Lebensgeschichte mit vielen Veränderungen und schmerzlichen Schicksalsschlägen gelebt und teils erlitten hat. Doch sein Tatendrang, seine Fröhlichkeit und seine Energie haben ihn immer wieder positiv nach vorn blicken

lassen. Eine Charaktereigenschaft, die ihn letztlich vor dem Absturz bewahrte. Mit seinem Debüt-Album „Mein Leben – Mi Vida“ gewährt uns José Valdes Einblicke in sein Leben. Es ist daher ein sehr persönliches Album, das seine emotionale Kraft aus dem französischen Chanson, lateinamerikanischen Klängen, Popmusik und dem deutschem Schlager zieht. Dazu kommt die außergewöhnlich markante Stimme des attraktiven Sängers, die den Hörer von der ersten Sekunde an in seinen Bann zieht.

Aufgewachsen ist der 1974 geborene Künstler in sehr einfachen Verhältnissen im chilenischen Valparaiso. Seine Mutter zieht ihn und seine zwei Schwestern alleine groß, weil der Vater die Familie verlassen hatte. Um José den Besuch einer teuren Privatschule zu ermöglichen, arbeitet die Mutter Tag und Nacht als Krankenschwester in einer deutschen Klinik. „Es war die Zeit nach dem Putsch in Chile, das Land litt unter der Diktatur Pinochets und es war sehr unruhig auf den Straßen und auch in den öffentlichen Schulen“, erzählt José. „Meine Mutter wollte, dass ich in Sicherheit aufwachse und hat alles dafür getan, dass ich auf eine Privatschule komme.“ Obwohl José der Jüngste ist, übernimmt er früh Verantwortung für die Familie und unterstützt seine Mutter. Schon mit sieben Jahren singt er, umgeben von reichen Kindern aus der Oberschicht, im Schulchor dieser privaten Schule Songs bekannter Größen der südamerikanischen Musikszene. „Eines meiner größten Idole ist bis heute der mexikanische Sänger und Superstar Luis Miguel“, erinnert sich José. „Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich ihn als kleiner Junge bei Schulaufführungen imitierte und seine Lieder sang. Seine Musik war für mich eine Art Initialzündung.“ Schon bald bessert er das Familieneinkommen auf, indem er mit Freunden an den Wochenenden auf Marktplätzen, in Cafés und in den Straßen seiner Heimatstadt singt. Der Traum von einem Leben als Sänger reift in dem kleinen Jungen schon sehr früh heran.

Mit zehn Jahren verändert sich Josés Leben grundlegend: Seine Mutter zieht mit den Kindern gegen den Widerstand des Vaters und mit Hilfe und Unterstützung eines deutschen Arztes und Freundes aus der chilenischen Klinik nach Hamburg. Alles wird zurückgelassen, die schlimmen Erfahrungen der Trennung der Eltern, aber auch die Großeltern und Verwandten. In Hamburg schickt seine Mutter den zehnjährigen José auf eine katholische Schule, in der er durch den Musikunterricht sein Lieblingsinstrument, die Gitarre, entdeckt. Er bringt sich die Griffe und Spielweise selber bei, beginnt schon früh, seine ersten eigenen Songs zu schreiben. Die Mutter unterstützt ihn wie immer mit aller Kraft und Liebe. Sie ist auch heute noch eine der wichtigsten Personen in José Leben.

1991 steigt José bei dem professionellen Dance-Projekt Boys of k2000 ein, mit dem er zwei Jahre lang in Clubs und Discos erste Live-Erfahrungen sammelt. Doch José merkt immer mehr, dass er seine Kreativität und sein Können auch als Solo-Künstler ausleben möchte. Er trifft den Erfolgs-Produzenten und Texter Frank Ramond (Annett Louisan, Roger Cicero u.a.) und arbeitet mit ihm an dem Projekt Dos En Uno. Die Single „Mujer“ wird ein Radioerfolg.

Besonders prägend ist zu dieser Zeit die Geburt seiner Töchter. Das Glück des Familienmenschen scheint perfekt, doch es hält nicht lange an. Das Paar entfremdet sich, es kommt zur Trennung. Den Schmerz setzt José kreativ-musikalisch mit Unterstützung des Produzenten Alexander Geringas (No Angels, Christina Stürmer u.a.) um und produziert mit ihm einige Songs.

Er zieht zudem in seinen dunkelsten Momenten des Jahres 2005 vier Monate zu einem Freund aufs Festland nach Spanien und arbeitet als Filmkomponist. Dort schreibt er den Titel „Gomera de mi amor“ für den Film „Encantada“. Der Film-Song erreicht in den spanischen Charts Platz 2. Ein großer Erfolg! „Witziger weise habe ich La Gomera erst nach der Komposition des Songs selber bereist“, erinnert sich José. „Ich war total erstaunt, dass meine Gefühle und Bilder, die ich in das Lied gesteckt habe, absolut passten. Heute ist die Insel der schönste Ort der Welt für mich. Ich würde sofort dorthin ziehen, wenn ich das Geld dafür hätte.“ Die für ihre Naturschönheiten bekannte Kanareninsel La Gomera ist ein beliebtes Rückzugsgebiet für Hippies und Freidenker. Die Insel verströmt für viele ein Gefühl der Freiheit, das José in seinem Inneren immer schon fasziniert hat.

Wieder zurück in Hamburg, schreibt José mit dem Erfolgs-Produzenten Toni Cottura „Quieres una aventura“. Der Song ist in vielen europäischen Ländern erfolgreich, in Rumänien allein sechs Wochen auf Platz 1. Im Jahr 2008 steigt José als Ersatz für den Sänger Silva Gonzalez bei der Erfolgsband Hot Banditoz ein.

José erzählt gerne über diese aufregende Zeit: „Als Silva aus gesundheitlichen Gründen bei den Hot Banditoz aussteigen musste, rief mich das Management AB Glanz in Hamburg an, ob ich ihn schnell ersetzen könne. Es war für mich eine Chance mit Musik gutes Geld zu verdienen und ich sagte sofort zu. Es war aber am Ende nicht ganz so einfach, weil ich innerhalb kürzester Zeit die Tanzschritte lernen musste. Ich habe es geschafft und bin mit der Gruppe zwei Jahre erfolgreich durch ganz Europa getingelt. Das war, was die Bühnenpräsenz betrifft, eine wichtige Lehrzeit für mich.“ Im Sommer 2010 fanden die letzten gemeinsamen Liveauftritte der Hot Banditoz statt, dann löste sich die Gruppe auf.

2011 schlägt das Lebenspendel für José wieder in eine ungute Richtung aus. Er erkrankt an Schilddrüsenkrebs. José wirkt immer noch mitgenommen, wenn er von dieser Krankheit berichtet: „Es war unfassbar. Ich wurde ins Krankenhaus eingeliefert, um einen angeblich harmlosen Knoten in der Schilddrüse entfernen zu lassen. In ihrem Alter sei das kein Krebs, das wäre keine große Sache“, sagte mir der Chirurg vor der Operation. „Als ich aus der Narkose aufwachte wurde ich mit der Diagnose Krebs innerhalb von Minuten von einem gesunden Menschen zu einem Todkranken, der Bestrahlungen und eine Chemotherapie über sich ergehen lassen musste. Es war ein Kampf David gegen Goliath, den ich aufgenommen und am Ende gewonnen habe. Doch ich will ehrlich sein, ohne die psychologische Hilfe in der Klinik wäre ich aus diesem Loch nur schwer wieder heraus gekommen. Und es kommt noch schlimmer: Innerhalb von 1 ½ Jahren springt José dem Tod noch zwei Mal von der Schippe. Er erleidet eine Blinddarmentzündung kurz vor dem Durchbruch und später Anfang 2013 auch noch zwei lebensgefährliche Niereninfarkte. Doch Josés Schutzengel leistet ganze Arbeit und er überlebt all diese schweren Krankheiten.

Nach den verschiedenen Klinikaufenthalten verspürt José einen entfesselten Tatendrang, lebt mehr im Hier und Jetzt, will dem Leben, dessen Endlichkeit ihm so gnadenlos vor Augen geführt wurde, alles Positive abgewinnen. Pläne waren gestern, jetzt wird intensiv gelebt! Noch mehr verspürt er das Bedürfnis, in seiner Musik seine Erfahrungen zu verarbeiten und andere Menschen daran teilhaben zu lassen: „Wenn ich meine Lieder singe, merke ich immer wieder, dass ich den Menschen, die, wie ich auch, weniger schöne Erlebnisse hatten, mit meinen Songs helfe. Sie merken, da ist einer, der spricht mir aus der Seele, der hat auch Schlimmes erlebt, hat gekämpft und ist wieder aufgestanden. Das gibt den Menschen Kraft.“

Heute schlägt das Pendel wieder mit Schwung ins Positive. Josés markante Stimme macht den Echo-Preisträger Matthias Hass (Annett Louisan, Roger Cicero) 2012 auf ihn aufmerksam. Er ist sofort von Josés Stimme und Persönlichkeit begeistert. Sie setzen sich zusammen, merken, dass die Chemie stimmt und führen intensive Gespräche. Matthias Hass komponiert und textet daraufhin sehr persönliche Songs, die durch Josés Gefühlswelt und Lebenserfahrungen geprägt sind. In der Musik sind deshalb auch viele südamerikanische Instrumente zu hören, die José als eigene Note sehr wichtig sind. Es sind Lieder wie das Hoffnungslied „Steh wieder auf“ oder die melancholische Ballade „Senorita“ über die Trennung von seinen Kindern, die die Markenzeichen dieses Albums darstellen. Die Titel offenbaren Gefühle und Gedanken eines Menschen, der ersichtlich am Boden lag und sein Leben wieder in den Griff bekommen hat.

Anfang 2014 wird das Album „Mein Leben – Mi Vida“ veröffentlicht. Es wird die Pop- und Schlagerwelt durch seine Glaubwürdigkeit und Intensität überraschen. Die berührenden Songs und Josés Stimme spielen in einer eigenen Liga und überzeugen durch eine Qualität, die in dieser Form nur selten zu finden ist.

Und es steht außer Frage, dass er mit diesem Tonträger einen großen Schritt hin zu einer erfolgreichen Solo-Karriere getan hat. José Valdes war noch nie so nah dran, seine Kindheitsträume wahr werden zu lassen. 

José Valdes über das Album “Mein Leben - Mi Vida“

„Señorita“: Es fiel mir schwer, Abschied von meiner Familie nehmen zu müssen und meine Töchter nicht jeden Tag um mich zu haben. Alles was ich tue, tue ich auch für sie.

„Die Schönste“: Viel zu selten sagt man seiner Liebsten, wie viel sie einem bedeutet – und warum. Das geht mir leider auch so.

„Manchmal“: Manchmal gibt es diesen Moment, in dem man wehmütig an eine ehemalige Liebe denkt. Und „manchmal - aber wirklich nur noch manchmal“ sind diese Gefühle viel stärker, als man sie sich selber eingestehen möchte.

„Vaya con dios“: Es fiel mir damals unglaublich schwer, von zuhause auszuziehen und meine Mutter, die so viel für ihre Kinder auf sich genommen hat, zu verlassen. Wir hatten so viel miteinander durchgemacht. Aber ich glaube für sie war es noch viel schwerer, mich gehen zu lassen.

„Steh wieder auf“: Der Titel ist nach meiner ersten Erkrankung entstanden. Ich werde niemals diesen Moment vergessen, als ich zum zweiten Mal mit einer schweren Krankheit im Krankenhaus lag. Ich lief nachts einsam über den Flur und habe immer wieder diesen Song gehört. Seitdem ist er mein Lebensmotto geworden und gibt mir immer die Kraft, wieder aufzustehen und nach vorne zu schauen.

„Maria“: Ich glaube jeder von uns hat „seine“ Maria. Ich war in „meine“ sehr verliebt – doch sie hat leider nur mit meinen Gefühlen gespielt.

„Es tut noch weh“: Wenn man einmal sein Herz verschenkt hat, bekommst man es nie ganz wieder zurück. Ein Teil gehört immer der anderen Person. Ich habe eines Tages zufällig meine alte Liebe getroffen. Es hat doch sehr wehgetan, sie mit einem anderen Mann zu sehen.

„Escuchame“: Wie alle Menschen habe auch ich das Verlangen, die Liebe meines Lebens zu finden. Und wenn ich sie gefunden habe, werde ich sie nie mehr loslassen.

„Mit dir um die Welt“: Was gibt es Schöneres, als mit der Frau seines Herzens um die Welt zu reisen und gemeinsam mit ihr die Schönheit dieser Erde zu genießen? Davon träume ich auch schon lange.

„Kind dieser Stadt“: Ich habe selbst erfahren, dass es unzählige Kinder gibt, die „dort, wo die Sonne des Lebens nie scheint“ aufwachsen und bereits in jungen Jahren von der Freiheit träumen. Manuel ist einer von ihnen.

„Heute oder nie“: Auch wenn von uns Männern eher erwartet wird, souverän zu sein- was wir ja auch meistens sind; tief im Inneren ist es auch für uns etwas ganz Besonderes, die „Frage aller Fragen“ zu stellen. Alles muss perfekt sein, aber die Nervosität bleibt, dass etwas schief gehen könnte.

„Angelina“: Meine Kinder werden von mir meistens „Engelchen“ genannt – auf Spanisch heißt das „Angelina“. Meine ältere Tochter kam eines Tages zu mir und sagte: "Papa, ich habe Liebeskummer". Wie geht man als Vater damit um? Ich habe mich zu ihr ans Bett gesetzt und versucht ihr zu erklären, dass auch dieser Schmerz zum Leben gehört. Und dass er irgendwann vorübergeht.

„Que sera“: José Feliciano hat mich mit seinen Songs oft inspiriert. Und "Que sera" ist einer meiner Favoriten. Was sein wird, wird sein.

„Perfidia“: Ein Klassiker. Ich habe mir immer gewünscht, diesen Song auf meinem eigenen Album zu singen. Endlich wurde dieser Wunsch wahr.

Quelle: Ariola/Sony Music / Stefan Kahe