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Deichkind - Niveau Weshalb WarumReality Check - Der, die, das – Wer, wie, was - Wieso, weshalb, warum - Wer nicht fragt bleibt dumm! Ja, wem schlug im Wohnzimmer der Eltern nicht das Kinderherz höher als endlich die Maultrommel ertönte und der Titelsong zur deutschen Ausgabe der Sesamstrasse anstimmte? Aus der Maultrommel ist heute ein Bratz-Synthie geworden, und aus

„Wieso, weshalb, warum“ hat das Tech-Rap-Kollektiv im Handumdrehen den Albumtitel „Niveau Weshalb Warum“ gemacht: Deichkind-Semantik vom allerfeinsten!

Bereits in den ersten Takten von „So’ne Musik“ begegnet das mächtigste Pop-, Performance-, Kunst-, Trash- und Reimerei-Kollektiv der Republik Top-Stylern wie Kanye West auf Augenhöhe. Denn das was sich hier zusammenbraut, wird das wohl schwerste Gewitter, das sich spätestens auf der Tournee durch die Multifunktionshallen und Festivalbühnen wie ein mächtiger Retweet von Zeus höchstpersönlich entladen dürfte: Yo, Deichkind sind zurück! Und binden sich, nach der Gründung des eigenen Labels „Sultan Günther Music“, nun auch noch als Unternehmer die Sneakers selbst. Ihr Album zeigt eindrucksvoll, warum Deichkind auch künftig weiter dort stehen werden, wo sie nun mal hingehören: An die Spitze der Entertainment-Pyramide.

Die eigene Beatschmiede weiß um das „La Di La Di“-Erbe des Old-School-Hip-Hop, hat selbst miterlebt, was man einst New-School nannte, bewegt sich auch ohne Navi locker zwischen Westcoast (in Deutschland ja eher Nordseeküste – also Hamburg) und Eastcoast (quasi Berlin) hin- und her. Man hat Juice und Groove im Abo, findet immer die richtigen Platten auf dem „Flohmarkt“ und begreift das neuste Sidechain-Plugin wie ein Kinderspiel. Und während die anderen Protagonisten in Deutschrap-Deutschland zwischen Mucki-Bude, Bitch-Casting und Autovermietung fleißig voneinander abschreiben, wagen Deichkind lieber gleich den soziologischen Rundumschlag: Sie legen den Finger, besser gesagt den SMS-Daumen, dorthin, wo es gerade am meisten wehtut: Auf die Touchscreens dieser Welt! Denn wenn Michel Houellebecq die erogene Touch-Zone des Menschen auf den ganzen Körper ausweiten möchte, lenken Deichkind sich lieber von sich selbst ab und ziehen Smokings - vollgeklatscht mit Smartphones - an, damit sie besser für ihre Fans zu erreichen sind und keinen Facebookpost mehr verpassen. Haute Couture verbunden mit Total-Connectivity. Berührungsempfindlichkeit meets Hightec. Status, ich komme. Mit einer fließenden, leuchtenden Bilderwelt auf dem Anzug rappen sich Porky, Kryptik Joe und Ferris Hilton einmal durch die Welt der asozialen Medien und zurück! Sie verwursten die perfidesten Werbe-Claims der letzen Jahre („Powered by Emotion“), verkaufen uns selbst die dumm-dreistesten Demagogen-Weisheiten („Denken Sie groß“) und kennen den Unterschied zwischen einem 200 und 100.000-Likes-Posts von der eigenen Facebook-Seite und dem Firmenkonto: Ja, like mich am Arsch!

„Kaufen Sie kein Weed, kaufen Sie Jamaica!“ empfiehlt Kryptik Joe wie der freundliche Anlageberater von der Bad Bank mal eben im Vorbeigehen.

Nein, Deichkind versprechen uns auf „Niveau Weshalb Warum“ weder einen Harem, noch die schnellen Millionen aus dem dunklen Underground. Sie praktizieren schlicht weg das, was man in guter Hip-Hop-Tradition den „Reality Check“ nennt: Also wo stehen wir? Wo gehen wir hin? Und wie bezahlen wir morgen eigentlich unsere Miete? Als Gamer oder You-Tuber? Eher unwahrscheinlich!

Insofern muss man wohl gerade wirklich wieder in der Rap-Sesamstrasse anfangen. Lektion 1: „Niveau Weshalb Warum“. Live folgt dann die zweite Lektion: „Die Welt ist fertig, endlich fertig, ganz schön fertig...“

Quelle: Sultan Günther Music

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