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Radio VHR - Schlager | Pop | Rock | Meine Hits - Meine Musik

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Das Interview mit Fred Jaklitsch zum NachlesenRadio VHR: Ihr habt jetzt ein Jubiläum "20 Jahre Seer". Noch mit der gleichen Besetzung? - Fred Jaklitsch: Nein, nach so langer Zeit ist es fast unmöglich noch die gleichen Leute wie am Anfang dabei zu haben. - Radio VHR: Ihr kommt aus dem steirischen Teil vom Salzkammergut. - Fred Jaklitsch: Ja, aus der geographischen Mitte von Österreich, beim Grundelsee. - Radio VHR: Dort findet auch immer ein ganz großes Open-Air statt? - Fred...

Jaklitsch: Ja, dieses Jahr am 30. Juli - am 29. Juli ist ein Ersatzkonzert geplant. Wir haben diese Jahr eine super Geschichte . Wir holen alle Seer, mit denen wir in den letzten 20 Jahren Musik gemacht haben, auf die Bühne.

Radio VHR: Ihr habt angefangen als Gruppe Joy.

Fred Jaklitsch: Ja, wir wurden aber nicht als Gruppe Joy sondern eher als die sechs Meter Musik bezeichnet. Da wir alle 2m groß waren, wurden wir so betitelt. Wir waren die erste Boyband Österreichs. Wir haben weltweit gespielt wie z. B. Honkong, Moskau und Los Angeles. Aber wie es oft bei Boyband´s ist, nach 2 bis 3 Jahren war alles vorbei.

Radio VHR: Welche Art Musik habt Ihr als Gruppe Joy gespielt?

Fred Jaklitsch: Wir haben Disco-Fox gespielt. 80-iger Jahre Euro-Disco-Fox.

Radio VHR: Als Ihr 1995 mit den "Seern" angefangen habt, hast du gewissermaßen im Home-Office 100 Maxi CD´s gebrannt, die dann auch in kürzerster Zeit weg waren.

Fred Jaklitsch: Naja, so sagt man. Es war aber auch so, dass ich die CD´s z. B. im Cafehaus gegen einen Cappuccino getauscht habe. Aber es stimmt schon, sie waren in kurzer Zeit weg. Damals habe ich mir das Geld für diese CD´s von meiner Frau geborgt, da ich nicht viel hatte.

Radio VHR: 1996 kam dann das erste Album "Über´n See". War da der Grundelsee gemeint?

Fred Jaklitsch: "Über´n See" ist eine Volksweise, die man in ganz Österreich kennt. Das war der Anlass Volksmusik mit Pop zu kombinieren. Das ist auch immer ein Teil der Seer-Musik.

Radio VHR: Im Balladen-Bereich seid Ihr auch sehr stark.

Fred Jaklitsch: Wir haben grandiose Sängerinnen, die Sabine und die Astrid. Sie passen super zusammen und verstehen sich auch sehr gut. Ein absoluter Glücksfall.

Radio VHR: In der Schwabenlandhalle in Fellbach hattet ihr einige Balladen vorgetragen.

Fred Jaklitsch: Viele Menschen verbinden Balladen mit den Seer´n, vorallem weil man diese auch aus dem Radio kennt. Es trifft auch die Seer-Philosophie gut, es kommen oft Sachen aus der Natur vor die uns sehr wichtig sind. Ich liebe es dieNatur mit den Menschen zu vergleichen.

Radio VHR: 2002 kam eines der stärksten Alben raus "Junischnee". 3x Platin und 112 Wochen in den österreichischen Charts.

Fred Jaklitsch: Ja. Auch nach wie vor ein großes Highlight. Allein in Österreich haben wir 100.000 Alben verkauft. Das war auch unser Durchbruch.

Radio VHR: Was war in 20-Jahren Seer dein traurigstes Erlebnis?

Fred Jaklitsch: Der Tod meines Stiefsohn´s, der unmittelbar vor dem Open-Air war.

Radio VHR: War es dann überhaupt noch möglich auf die Bühne zu gehen?

Fred Jaklitsch: Nein, ich bin nur für 2-3 Stück auf die Bühne, war nur kurz anwesend.

Radio VHR: Was war das freudigste Ereignis in den 20 Jahren?

Fred Jaklitsch: Die Tatsache dass 25.000 Zuschauer aus aller Welt an den Grundelsee kommen. Ich find es schön, du machst deine Musik und Leute umarmen sich und singen "Sche wars wenns do warst" oder Menschen lernen und lieben sich auf den Konzerten kennen. Das ist der Grund warum man Musik macht.

Radio VHR: Ihr habt jetzt schon desöfteren den Amadeus Award bekommen, welches großartige Auszeichnungen sind, aber im Grunde sind euch die Menschen, für die Ihr die Musik macht wichtiger?

Fred Jaklitsch: Ja, na klar. Kritikerpreise sind immer ein bißchen zwiespältig. Kritiker tun sich mit uns sowieso schwer. Wir passen nicht in ihre Schubladen, Pop-Rock sind wir nicht, Schlager sind wir nicht, wir sind eben die "Seer". Insofern kommt es nur darauf an, dass die Menschen uns mögen. Es ist unser Lebenselixier, dass uns am Leben hält.

Radio VHR: Ihr habt 2003 den Amadeus Award für "Junischnee" bekommen. 2009 habt ihr den Amadeus Award für den Bereich "Schlager" bekommen, dass hat mich doch sehr verwundert.

Fred Jaklitsch: Wir haben eine Zeit lang die "Seer" versucht in dieser Kategorie unterzubringen.Es ist uns nicht gelungen. Jetzt versuchen wir uns in die anderen Bereiche einzubringen. Ignorieren kann man es nicht, da Preis vergeben werden möchten. Unsere "Seerische" Musik reicht halt von Jodler bis zum Rockn Roll hin zum Heavy Rock oder Reggae, eben "Kraut und Rüben" Mischkulanz.

Radio VHR: Ihr habt einen schönen Preis im März bekommen. Der Josef-Krainer-Preis wurde euch verliehen. Um was für eine Auszeichnung handelt es sich hierbei?

Fred Jaklitsch: Josef Krain ist der Landeshauptmann der Steiermark, der viel für das Land getan hat. Das hat uns selbst sehr überrascht, dass wir den Preis bekommen haben, da es sich um Kapazitäten aus Wissenschaft und Technik handelt, die ausgezeichnet werden. Wir haben den Kulturpreis verliehen bekommen. Das war etwas besonderes für uns, dass wir in den Kreisen akzeptiert wurden.

Radio VHR: Was erwartet eure Fans beim Open-Air im Juli?

Fred Jaklitsch: Es sind alle Seer der letzten 20 Jahre auf der Bühne, Bundesvorprogramm der regionalen Top Acts bekannteste Gruppen der Region, internationale Künstler, es gibt eine Seer Wanderung.Es wird eine Menge geboten am Grundelsee. Wie gesagt der 30. Juli war innerhalb eines Monat´s ausverkauft. Für unser Ersatzkonzert am 29. Juli gibt es noch Karten. Man kann auch über die Seer-Seite "die Seer.at" Karten bestellen.