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ANTIHELD - Goldener Schuss (Album)Was macht eine junge Band nach dem Debüt-Album, zwei Deutschland-Tourneen mit ausverkauften Shows und einem Heimspiel vor 1500 Menschen? Eine Weile Netflix und ‘Ficken für den Weltfrieden’ oder vielleicht nach ‘Berlin am Meer’ ziehen? >>

Natürlich nichts dergleichen, denn die fünf Stuttgarter Jungs von ANTIHELD bleiben sich und ihrer schwäbischen Dorfmetropole treu, verziehen sich lieber in den Proberaum und schreiben an neuem Material.

Schnell wird klar, wohin die Reise geht, der Sound wird dreckiger und die immer persönlicheren Texte bringen die Stimmung der beziehungsunfähigen, politisch brüchigen Generation auf den Punkt. Jeder Song ist dabei wie ein Schlag ins Gesicht mit Zungenkuss und jede Zeile eine Umarmung mit Messer im Rücken. Folgerichtig und konsequent beschreibt nichts diese kaputte, berauschende Vergänglichkeit besser, als der neue Albumtitel »Goldener Schuss«.

Doch - der Reihe nach.

Nach dem Erstlingswerk »Keine Legenden«, das die Stuttgarter Band auf ein neues Level hievte, Charts-Luft schnuppern ließ und deutschlandweit bekannt machte, mussten die fünf Jungs sich erstmal wiederfinden.

Wenn man jahrelang auf etwas hingearbeitet und erfolgreich abgeschlossen hat, stellen sich erstmal Grundsatzfragen: Wohin geht es, was wollen wir überhaupt und wie klingt ANTIHELD im Jahre 2019? Nach einer Phase des Sinnierens und Ausprobierens, in der erschaffen und wieder zerstört wird, geht auf einmal alles ganz schnell.

Sänger und Texter Luca Opifanti sprudelt vor Ideen, bringt in kürzester Zeit wie im Wahn Zeile für Zeile auf Papier und bringt somit den Stein ins Rollen. Schon nach den ersten Kostproben wird klar: Die Themen werden ernster, die Emotionen etwas düsterer und die Nachwirkungen tiefgreifender.

Auch als die ersten Demos im Proberaum zusammengeschustert werden, festigt sich umgehend ein Sound, der dreckig und rotzig daherkommt, aber niemals dem Song im Weg steht. Die Trommeln ballern, der Bass brüllt, selbst die Akustikgitarre wird nun durch die Verzerrung gejagt. Und genau diesen Sound will man ohne Umwege, ohne unnötige Overdubs oder Klang-Girlanden auf die Platte bringen.

„Wenn dann jemand sagt, dass wir auf dem Album genau so klingen wie live, wäre das das größte Kompliment“, meint Drummer Arne Brien. Produzenten Marius Fimmel kommt aus dem direkten Umfeld, hat schon öfter mit der Band zusammengearbeitet, stand sogar schon als Ersatzgitarrist mit auf der Bühne.

„Niemand hat uns auf die Jahre gesehen so nah begleitet, keiner kennt uns und unseren Sound so gut, wie er“ so die Band.

Do-It-Yourself-mäßig wird eine gigantisch klingende Turnhalle zum Studio umgebaut. Die fünf Jungs ordnen sich im Kreis an, wollen sich sehen, wenn sie gemeinsam ihre Parts auf dem Album einspielen. Man will nichts von der Energie, die sonst nur auf der Bühne herrscht, einbüßen und fängt somit die ganze brachiale bis flüsternde Dynamik dieser Band ein.

Die ‘Introduktion’ gibt direkt mal eine Aussicht auf das, was auf »Goldener Schuss« zu hören ist. Ein krachender Gitarrenakkord läutet die rauhe, scharfkantige Klangwelt ein und die ersten Zeilen bereiten den Hörer auf Themen vor, die weh tun. „Immer wieder abstürzen und dann immer wieder aufraffen“ wirkt dabei wie ein Mantra, das die Umstände des Lebenszyklus' im Wesentlichen zusammenfasst.

‘Ma Petite Belle’ zeigt dann als erste Single eindrucksvoll, wie sich tief eingeschnittener Trennungsschmerz zu einem zeitlosen Rocksong mit Ohrwurm-Qualitäten aufschwingen kann, ohne dabei in die Liebeskitsch-Falle zu tappen. Auch, oder vielleicht gerade weil der Stoff dazu zu 100% echt ist, wie Sänger und Texter Luca Opifanti meint: „Bisher hat mich die Liebe erst einmal in meinem Leben so kalt erwischt, dass ich danach `ne Zeit lang nicht mehr schreiben konnte. Ma petite belle war der Ausbruch aus meiner ersten echten Krise und der Grundstein dieses Albums.“

Ehe ‘Goldener Schuss’ die zweite Single und auch den Namensgeber des Albums markiert, findet sich mit ‘Präsidenten’ ein alter Bekannter wieder. Aus einem spontanen Facebook-Post mit vielsagendem Videoclip auf einer Toilette entstand seinerzeit der Bonustrack auf dem Vorgängeralbum »Keine Legenden«. Und weil Rechtsruck und der weltweite Hype um Populisten aktueller denn je sind, wird dieser Song nochmal durch die Mangel genommen und mit einem progressiv donnernden Arrangement versehen.

Wie eine Hymne an den Hedonismus kann der nächste Song ‘Herz’ verstanden werden. Als Luca sein erste Text-Skizze Henning Wehland zeigt und ihn nach seiner Meinung fragt, bekommt er erstmal keine konkrete Antwort und sie schweifen von einem Thema ins nächste ab. Nachdem sie dann einen ganzen Tag nur verquatschen, meint er irgendwann „Junge, dieses 'Herz' ist der Soundtrack deines Lebens“.

Alles haben und sich niemals festlegen wollen, diesen Zeitgeist bringen Zeilen wie „mein Herz ist hungrig, es schlägt immer so um sich“ schonungslos auf den Punkt.

Ähnlich hymnenhaft kommt dann ‘Find What U Love’ daher, das in diesem Fall aber eine Laudatio auf die Hingabe und Leidenschaft ist. „Bedingungslos zu lieben heißt, sich selbst dabei verlieren“ besingt die Gratwanderung auf der Passion mitsamt seiner an Fanatismus grenzenden Kraft der

Selbstdestruktion. ‘VII’ fegt mit grungigem Schlagzeug- und Gitarren-Geschepper über den Hörer hinweg. Henry Kaspers Akkordeon zeigt aber auch die zerbrechliche, rührende Seite der Band, die später auf dem Album noch groß herausgekommen sollte.

Wer sich spätestens jetzt wundert, wie sehr sich ANTIHELD verändert haben, bekommt mit ‘Mach mirn Kind’ ein paar vertraute Anklänge auf die Ohren. Ein schneller Rock'n'roll-Groove, das Anbeten der spontan auserkorenen Traumfrau an einem sorgfältig eingepegelten Samstagabend, dieser Song fetzt und ist jetzt schon ein Liebling bei den ANTIHELD-Konzerten. Es folgt ein ganz einmaliger Moment, der nicht wirklich geplant war und in allerletzter Sekunde Einzug auf das Album erhält.

Durch einen Zufall findet ‘99 Luftballons’ im Vorfeld der Produktion den Weg in den Proberaum und Sänger Luca Opifanti begreift die Ernsthaftigkeit und Aktualität dieses Songs noch einmal intensiver: „Der Augenblick, als ich so wirklich kapierte, wie aktuell dieser Text heute noch immer ist, war besonders. Eine Mischung aus Trauer und Resignation über unveränderte, mit der Zeit nur verschobene, scheinbar unüberwindbare Probleme des Menschseins, aber irgendwie auch Hoffnung, was dieser Song vielleicht bewirken kann. Schon immer konnte. Ich höre Nena zu und fühl mich verstanden. Es ist eine Ehre, diesen Meilenstein auf eigene Art interpretieren zu dürfen.“

Mit losen Ideen im Kopf entsteht dann eines nachts im Studio eine komplett neue Version mit eigener Strophe, die den Umgang der wohlhabenden, westlichen Welt mit dem Leid bedürftiger Flüchtlinge kritisiert.

Mit ‘Nie wieder lieben’ folgt ein durch und durch impulsives, nicht kontrollierbares „Ich hasse dich, deinen Neuen, und alles was mit dir zu tun hat. Aber bitte nimm mich noch einmal in den Arm.“ und läutet schließlich das Schluss-Trio ein, welches noch einmal die ganze klangliche Dynamik und emotionale Tiefe von ANTIHELD zeigt.

Während sich ‘Gott’ der verzweifelten Suche nach Halt und Sinn im Umfeld menschlicher Abgründe annimmt, wird ‘Babylon’ noch einmal konkreter. Zeilen wie „Ich leb' alleine hier in Babylon, meiner Stadt aus grauem Stahlbeton. Ich hab mich in ihr verlor'n, brauch' jede Nacht ein bisschen mehr davon“ sagen alles über die Schattenseiten der beziehungs-skeptischen Generation aus, die es sich aber wohl doch ganz okay eingerichtet zu haben scheint.

Den vorläufigen Schlusspunkt setzt dann ‘Sonnenkind’, das seit Jahren fester Bestandteil des Live-Sets von ANTIHELD ist. Als Hommage an einen verstorbenen Kindheits- und Jugendfreund ist dieser Song Selbsttherapie und bittersüße Erinnerung zugleich.
„Das Denkmal meines besten Kindheits- & Jugendfreundes. Jedes positive Gespräch am Merchstand nach einer Show über dieses Lied, und die persönlichen Geschichten der Zuhörer, geben mir für einen kurzen Moment das Gefühl, dass er nicht völlig sinnlos gestorben ist. Danke dafür.“ so Luca Opifanti.

Die Refrain-Zeile „Was wir hatten, das kann uns keiner mehr nehmen. So vieles erinnert hier an dich, doch was wir hatten, steht für sich“ vereint so viel Schmerz und Trost, Vergänglichkeit und Hoffnung, die so nah beieinander liegen, dass man sich kaum zwischen sanftem Lächeln und bitterlichem Weinen entscheiden kann.

Mit diesen Emotionen wird man in die Bonustracks verabschiedet, die mit ‘Vollrausch’ und ‘Mama’ nochmal weiteres Songmaterial liefern und soundästhetisch bisweilen an die Wurzeln der Band in der Straßenmusik erinnern. Als besonderes Highlight werden dann ‘Mach mirn Kind’, ‘Ma petite belle’ und ‘Goldener Schuss’ nochmal als Klavier-Version von einer ganz anderen Seite gezeigt.

Mit dem Album »Goldener Schuss« hauen die fünf Stuttgarter Jungs von ANTIHELD sowohl klanglich, als auch textlich ein echtes Statement heraus.Einschließlich der auflockernd eingeflochtenen Interludes fügen sich insgesamt 21 (!) Tracks zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen, das die Bezeichnung Konzeptalbum verdient. Die Entwicklung der Band nach vorne springt einen in allen Facetten förmlich an, wenngleich auch eine Reduzierung und Rückbesinnung auf den nacktesten Kern Teil dieser Entfaltung ist.
„Dieses Album war ich mir und meinem Umfeld schuldig“, so Luca Opifanti.

Mit Arising Empire wurde ein starker und kompetenter Partner gefunden, der die Ideen und Visionen der Band von Anfang an verstanden und geteilt hat.

„Als Luca mir damals die ersten Demos des neuen Albums gezeigt hat, war ich sofort überzeugt! Daher bin ich sehr froh und auch stolz, dass meine Stuttgarter Nachbarn ANTIHELD nun unter der Arising Empire Flagge segeln. Die Reise hat gerade erst begonnen!“ - Robin Baumann, Arising Empire

Quelle: Arising Empire

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