Radio VHR - Schlager | Deutsch Pop

Alex Cumfe - Jetzt (Album)„Du kannst alles schaffen, wennst wirklich magst“ (aus dem Titelsong „Jetzt“ von Alex Cumfe); Blätter fliegen wie wild durch die Luft, malen im Herbst einen bunten Teppich auf den Waldboden. Jedes Blatt ist dabei anders und verblüfft durch seine eigenen Farbtöne, Schattierungen und Muster. Blätter sind daher auch das allumfassende Leitmotiv von Alex Cumfe. Mitunter versucht sie, die Vielfallt der Blätter auch in ihrer...

Musik widerzuspiegeln. So wäre sie mit ihrer Musik auch gerne ein neuer Ast mit kleinen Blättern am Stammbaum der Popkultur in Bayern. Ein Wunsch, der ganz sicher in Erfüllung gehen wird, denn ihr internationaler Pop und Soul-Sound mit bairischen Texten ist mitreißend, authentisch und ganz sicher eigenständig.

Ihre Lieder sind mal zart und voller Gefühl, mal bairisch erdig-verwurzelt, dann wieder jazzig und experimentell. Sie hat über Jahre ihren eigenen Stil entwickelt, den sie „Open-Hearted-Pop“ nennt. Es klingt manchmal nach einer jungen Alica Keys, nach einer Joss Stone, gemischt mit den Einflüssen von aktuellen Songwritern wie z. B. James Bay – und das alles halt auf Bairisch. Ihre außergewöhnliche Stimme verpasst den bairischen Texten eine fesselnde Authentizität. Es ist diese stimmliche Virtuosität und Vielseitigkeit, die den Zuhörer von der ersten Minute an fesselt. Diese Qualitäten sind übrigens nicht vom Himmel gefallen, sondern hart erarbeitet. Denn Alex hat in Linz an der Universität Jazz-Gesang studiert. Nun erscheint mit „Jetzt“ das lang erwartete Debüt-Album von Alex Cumfe und ihrer Band. „Jetzt“ steht dabei für den Start, den Aufbruch und Alex Lebenseinstellung, einfach im Hier und Jetzt zu leben.

Alex schreibt schon seit ihrem neunten Lebensjahr Songs und ihr großer Wunsch ist es Menschen damit zu begeistern. Der Entschluss Musikerin zu werden stand für Alex aber erst im Alter von 20 Jahren fest, denn bis dahin kämpfte sie erfolgreich auf der Judomatte und studierte erst mal vier Semester Gartenbau. Ein kleines Wunder und Wegweiser zugleich war dann Alex Zusammentreffen mit dem in Paris lebenden jamaikanischen Künstlers Joseph Cotton, der ihren englischen Song „On My Way“ covern wollte. Daraufhin wurde erstmal spontan mit ihm und seiner Band auf einem Reggae-Festival im Bayrischen Wald der Song zusammen performt. „Wir waren alle so begeistert davon, dass ich danach von seiner Band zweimal nach Paris eingeladen wurde, um mit ihnen Songs aufzunehmen“, erinnert sich Alex. „Da ich mit meiner Musik eher im Soul/Pop daheim bin, war es für mich etwas ganz Neues zu einem Reggae-Song zu singen. Über Patois – einem jamaikanischer Dialekt, der oft im Reggae verwendet wird – bin ich auf die Idee gekommen, in meinem Slang, in Bayrisch zu singen.“ Alex begann nun auch verstärkt Songs mit bayrischen Texten zu schreiben. „Ich kann in meinem Dialekt einfach meine Gefühle besser rüberbringen als auf Hochdeutsch oder in Englisch. Der Dialekt ist ein wichtiger Teil von mir und damit auch von meinen Songs“, so Alex. „Meine Songs sind auch meist sehr persönliche Geschichten, die ich erlebt habe und über die zu schreiben mir sehr wichtig war.“ Ihr zur Seite steht mit Jürgen Peer an der Gitarre, Tobias Wöhrer am Bass, Max Spindler an den Tasten sowie David Wöhrer an den Drums eine feste Band, die ihre Songs versteht und live wie im Studio auf höchstem Niveau rüberbringt. Speziell der Drummer David ist hier hervorzuheben, denn er prägt den Sound der Band - neben seinem profunden Können als Schlagzeuger - auch als Songschreiber und Arrangeur.

Mittlerweile hat sich die Alex Cumfe und ihre Band in Bayern auch als hervorragenden Live-Act etabliert. So haben sie u.a. das Tollwood- und Sinnflut-Festival gerockt und sich beim 50-jährigen Jubiläum vom Bayerischen Fernsehen mit Hubert von Goisern und Haindling die Bühne geteilt. Ein weiterer wichtiger Karriereschritt war die Bewerbung beim Wettbewerb des BR HEIMATSOUND im Jahr 2014. Die Band gelangte dort bis ins Finale und erreichte einen sensationellen zweiten Platz. Von diesem Erfolg ermutigt, suchte man eine Tonträgerfirma, die die Musik richtig verstand und wurde letztlich mit International Bohemia einig.

Die Tinte unter dem Vertrag war noch nicht ganz trocken, da ging es auch schon ins Münchener Studio, wo sich der renommierte bayerische Produzent Willy Löster mit Alex und ihrer Band wochenlang einschloss. „Es war eine tolle und intensive Zeit, Musik machen, experimentieren und einfach kreativ sein“, so Alex über die Zeit im Studio. „Mit Willy hat es von der ersten Minute an gepasst“.

Herausgekommen sind Titel wie die melancholische und intensive Ballade „I Foi“, einem Song über Alex Gefühle nach dem Tod eines jungen Mannes aus dem engeren Bekanntenkreis, der von einem Autofahrer angefahren wurde, der hinterher Fahrerflucht beging. Es ist ein Lied, das wie alle Lieder aus eigenen Erfahrungen und Erlebnissen entstanden ist. Egal ob es der kleine Sommer-Hit und vom BR oft gespielte Song Wejnreiten“ ist, der an einem tristen bayrischen Regentag aus dem Wunsch nach Sommer, Sonne, Urlaubsfeeling entstand oder der Song „Scheißkerl“, der seinen wahren Kern, aus der schicksalhaften Begegnung mit einem veritablen Kotzbrocken aus der Musikbranche bezieht, immer schreibt das Leben die Geschichten. Da gewährt Alex auch schon mal witzige Einblicke in das komplizierte Liebesleben von Großstädtern. So geschehen in dem lustigen und hitverdächtigen „Kimm umma“. Bei dem Song rappt übrigens kein Geringerer als Stefan Dettl mit. Ein weiterer Schlüsselsong auf „Jetzt“ ist sicher auch das lebensphilosophische „Wie a Maschin“. Ein nach vorne drängender, rockiger Song über den kapitalverliebten, materiellen Weg, der die reine Leistung in den Mittelpunkt stellt und das wahre Leben, die Natur und die echte Liebe übersieht. Wer nicht leistet, ist nicht, ist eine kaputte Maschine und kommt auf den sozialen Schrottplatz. Im Gegensatz dazu stehen Lieder wie „Tanzn für oan Tag“ oder „Spui mit mir“, die mit experimentellen Klängen und feinsinnigen Chorarrangements auch die sinnliche und dunklere Seite von Alex und ihrer Band zeigen.

„Jetzt“ ist mit aller Virtuosität der teilnehmenden Musiker und dem Mut zur musikalischen Vielseitigkeit und Experimentierfreude ein wichtiges Album der neuen bayerischen Szene, das viele Freunde finden wird. Die Songs, die zumeist aus der Feder der Singer-Songwriterin Alex Cumfe stammen, überzeugen durch Kraft und Sensibilität zugleich. Öffnen im Spagat dieser Energien einen neuen musikalischen Kosmos und wenn man ganz genau zum Stammbaum der bayrischen Popmusik hinüber schaut, kann man ihn sehen - den kleinen Zweig mit den vielen kleinen Blättern und dem Namen von Alex Cumfe und ihrer Band.

Quelle: International Bohemia

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